Daniel Siad galt als mutmaßliche Schlüsselfigur im Fall Epstein. Auch im Fall einer vermissten Deutschen fiel der Name des Modelagenten.
Verbindung zu vermisster Deutscher?Modelagent mit engen Beziehungen zu Epstein tot aufgefunden

Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf einem undatierten Foto zusammen mit seiner Komplizin Ghislaine Maxwell. Ein französischer Modelagent mit engen Verbindungen zu Epstein wurde am Montag tot aufgefunden. (Archivbild)
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Der französische Modelagent Daniel Siad mit engen Verbindungen zu dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist am Montagabend in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft von Nanterre teilte am Mittwoch mit, sie habe eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache eingeleitet, nachdem die Leiche Siads in dessen Haus in Colombes in der Nähe von Paris entdeckt worden sei.
Gegen den 69-jährigen Siad, der unter anderem wegen Vergewaltigung angezeigt worden war, lief in Paris ein Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels. Der Franzose gilt als eine der mutmaßlichen Schlüsselfiguren im Fall Epstein.
Daniel Siads Name oft in Epstein-Akten
Insgesamt fünf Frauen haben in der Vergangenheit bereits Anzeige gegen Siad erstattet, darunter auch das schwedische Model Ebba Karlsson, die ihm Vergewaltigung vorwirft. Die Frau kannte seine Identität nicht, bis sie ihn in den freigegebenen Archiven zu Jeffrey Epstein wiedererkannte – in denen Daniel Siad in mehr als tausend Dokumenten erwähnt wird.

Der französische Modelagent Daniel Siad ist tot. (Archivbild)
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Recherchen des „Spiegel“ zeigten zudem auch, dass der Name einer seit 2015 vermissten Deutschen in den Epstein-Files im Zusammenhang mit Siad auftaucht. Siad hatte alle Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen und erklärt, er wolle von den französischen Ermittlern befragt werden, um seine Version der Ereignisse darzulegen.
Todesursache noch unklar – Autopsie wird durchgeführt
Zur Todesursache des 69-Jährigen gibt es unterdessen noch keine Angaben. Laut Quellen aus Ermittlerkreisen, die von der Zeitung „Le Parisien“ zitiert werden, könnte er jedoch an einem Herzinfarkt gestorben sein. Siads 28-jährige Mitbewohnerin alarmierte demnach den Notruf. Trotz aller Bemühungen konnte der Mann, der die französische und die schwedische Staatsbürgerschaft besaß, jedoch nicht wiederbelebt werden.
„Nach dem Fund seiner Leiche in seinem Haus am Montagabend wurde eine Untersuchung zur Todesursache eingeleitet“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. „Im Rahmen dieser Ermittlungen, die der Kriminalpolizei des Départements Hauts-de-Seine übertragen wurden, wird eine Autopsie durchgeführt.“
Umgang mit Epstein-Akten: JD Vance räumt Fehler ein
Der steinreiche Finanzier aus New York, Jeffrey Epstein, hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle. Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten wieder in die Schlagzeilen geraten.
US-Vizepräsident JD Vance hatte den Umgang seiner Regierung mit den Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein derweil noch Mitte Juli scharf kritisiert. „Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig“, sagte er in dem Podcast „The Joe Rogan Experience“. Gerade die Kommunikation habe seine Regierung „komplett vermasselt“, räumte Vance ein. (mit afp)
