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Auf der FluchtFBI setzt deutschen Unternehmer auf Liste der meistgesuchten Betrüger

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Ein FBI-Agent im Einsatz.

Das FBI hat den deutschen Unternehmer Bernhard Eugen Fritsch auf die Liste der meistgesuchten Betrüger gesetzt. (Symbolbild)

Bernhard Eugen Fritsch soll mithilfe einer Promi-App etwa 35 Millionen US-Dollar ergaunert haben. Der 65-Jährige ist vermutlich nach Deutschland geflüchtet.

Das amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) fahndet mit hoher Priorität nach dem deutschen Staatsbürger Bernhard Eugen Fritsch. Der 65-Jährige steht auf der Liste der „Most Wanted Fraudsters“. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, setzt die Behörde eine Belohnung von bis zu 150.000 US-Dollar aus. Fritsch wird in oder in der Nähe von München vermutet.

Fritsch war Gründer und Chef der kalifornischen Firma Starclub Inc. Zwischen 2014 und 2017 warb er nach Angaben des FBI etwa 35 Millionen US-Dollar von Investoren ein. Das Unternehmen sollte eine Software entwickeln, mit der Prominente und Influencer ihre Markenauftritte in den sozialen Medien monetarisieren können. Fritsch gab an, Verträge mit großen Medienkonzernen zu haben, und stellte die wirtschaftliche Lage der Firma erheblich positiver dar, als sie tatsächlich war.

Flucht über Mexiko nach München

Nach Angaben des FBI flossen mindestens 7,3 Millionen Dollar in private Ausgaben des Unternehmers, darunter die Finanzierung seines Hauses und der Kauf teurer Autos. Im April 2025 sprach ein Gericht in Kalifornien Fritsch des „Wire Fraud” (elektronischer Betrug) schuldig. Der angerichtete Schaden wird auf 20 bis 25 Millionen Dollar beziffert.

Vor einer Anhörung zur Kautionsaufhebung im Juni 2025 setzte sich Fritsch ab. Er floh zunächst nach Los Mochis im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Am 3. Juni 2025 erging ein US-Haftbefehl gegen ihn. Im September nahmen mexikanische Behörden ihn kurzzeitig fest, da er eine falsche Identität genutzt hatte. Er wurde unter Auflagen freigelassen, erschien jedoch nicht zu den vorgeschriebenen Terminen. Stattdessen reiste er im Oktober 2025 nach München.

Am 20. Oktober 2025 wurde Fritsch in den USA in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft, einer Geldstrafe von 35.000 Dollar und der Rückzahlung von rund 26,8 Millionen Dollar verurteilt. (mbr)