Abo

Frau springt zu WalPolizei muss 67-Jährige aus dem Wasser bei Wismar holen

2 min
Buckelwal vor der Insel Poel

Der Wal vor Poel war nach Angaben eines dpa-Fotoreporters auch am Mittwoch deutlich zu hören.

Der Versuch einer Schwimmerin, zu dem gestrandeten Wal zu gelangen, hat Konsequenzen: Die Behörden ergreifen nun spezielle Vorkehrungen.

Ein Vorfall am Wochenende, bei dem die Wasserschutzpolizei eine Schwimmerin bergen musste, führt zu neuen Sicherheitsvorkehrungen. Die Frau hatte versucht, zu dem vor Wismar gestrandeten Wal zu gelangen. Infolgedessen wird ein lokales Ausflugsschiff jetzt streckenweise durch ein Polizeischlauchboot eskortiert. Laut Bestätigung einer Polizeisprecherin war die 67-jährige Frau, bekleidet mit einem Neoprenanzug, von Bord der „Adler nature“ gesprungen.

Am Mittwoch wurde das Touristenschiff von einem Schlauchboot der Polizei bis zum Hafen auf Poel begleitet, was ein Fotoreporter der Deutschen Presse-Agentur bezeugte. Über diese Eskortfahrten hatten bereits zuvor verschiedene Medien berichtet, wie die „dpa“ meldet.

Schutzbereich für den Wal wird polizeilich überwacht

Die Route der „Adler Nature“ führt fahrplanmäßig jeden Tag von Wismar nach Poel, der Insel, vor welcher der Wal liegt. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass die Präsenz der Wasserschutzpolizei die Einhaltung der Schutzzone um das Tier sicherstellen soll. Sie betonte, dass in dem Areal weiterhin eine freie Fahrrinne für die Schifffahrt bestehe.

Proteste und Gerüchte in sozialen Netzwerken

Für Verärgerung sorgt die Bewertung von Fachleuten, dass dem Wal keine sinnvolle Hilfe zuteilwerden könne und ein Sterben in Ruhe die beste Option sei. Wie die Polizeisprecherin mitteilte, seien im Anschluss an Kundgebungen der letzten Tage weitere Protestaktionen geplant, die sich nicht auf Poel beschränken.

Kürzlich drangen Protestierende an Land in eine abgesperrte Zone ein, woraufhin die Polizei sie zurückdrängen musste. Ergänzend zu den vorhandenen Barrieren wurde ein Sichtschutz installiert. Die Polizeisprecherin äußerte sich zu Online-Spekulationen, wonach etwas verborgen werden solle. Dieser Zaun diene aber ausschließlich dem Schutz eines mobilen WCs für die Einsatzkräfte. Das Tier selbst bleibe nach wie vor sichtbar.

Der Fotoreporter der dpa meldete, dass am Mittwoch sichtbare Auf- und Abwärtsbewegungen des Tieres zu beobachten waren, die wahrscheinlich vom Atmen herrühren. Darüber hinaus sei ein lautes, dröhnendes Geräusch vernehmbar. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.