Zunächst sollen Kinder bei einem Geburtstag im Park in Streit geraten sein. Als Erwachsene sich einmischten, eskalierte die Situation.
Geburtstag eskaliertStreit unter 50 Personen mit Kindern in Eupen – Polizei erschießt Mann

Absperrband der Polizei in Belgien (Symbolfoto).
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Zu einem Streit zwischen rund 50 Personen ist es am Sonntagabend (31. August) in der belgischen Stadt Eupen nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen gekommen. Die Polizei versuchte, die Situation zu beruhigen. Als sich jedoch ein Mann mit einem Messer in der Hand auf die Gruppe zubewegte, machte ein Polizeibeamter Gebrauch von seiner Schusswaffe.
Wie Staatsanwältin Andrea Tilgenkamp am Montag im Belgischen Rundfunk (BRF) erklärte, war der Hintergrund wohl ein Kindergeburtstag im Scheiblerpark in Eupen. Dabei soll zunächst ein Streit zwischen Kindern entbrannt sein, in den sich anschließend auch deren Eltern einmischten.
Kinder streiten sich bei Geburtstag im Park – Situation eskaliert
Beteiligt waren nach weiteren Angaben der Staatsanwaltschaft eine russischstämmige Gruppe und eine Gruppe kurdisch-türkischer Herkunft. Die Kinder der beiden Gruppen kannten sich demnach aus der Schule und spielten zusammen. Als ein Streit zwischen ihnen ausbrach, mischten sich auch Erwachsene mit ein, sodass sich der Konflikt ausweitete.
Nachdem ein 42-jähriger Mann und Vater von zwei Kindern Familie und Freunde hinzurief, wuchs die Zahl der beteiligten Menschen im Park den vorliegenden Informationen zufolge auf etwa 50 an, darunter auch zahlreiche Kinder.
Die eintreffende Polizei versuchte, die Situation zu schlichten, setzte demnach auch Pfefferspray ein. Der 42-Jährige kam schließlich mit einem Messer in der Hand auf die andere Gruppe zu und verletzte eine weitere Person, die sich ihm in den Weg gestellt hatte, um ihn aufzuhalten.
Poilzei untersucht tödliche Schüsse in Eupen
Ein Polizist machte daraufhin Gebrauch von der Schusswaffe und feuerte auf den 42-Jährigen aus Eupen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag.
Eine Spezialeinheit der Föderalen Polizei hat Ermittlungen zu den genauen Umständen des Schusswaffengebrauchs aufgenommen. Daneben hat die Polizei 30 Zeugen identifiziert, die in den kommenden Tagen verhört werden sollen.
Die Stadt Eupen erklärte, die Schulen sowie das zuständige Ministerium und Akteure aus dem Sozial- und Integrationsbereich arbeiteten eng zusammen, um das friedliche Zusammenleben zu stärken. Man stehe in Dialog mit den verschiedenen betroffenen Gruppen. (jv)

