In der Wohnung des Mannes erwartet die Ermittler eine weitere Überraschung.
Gegengift per HubschrauberMann in Osnabrück von hochgiftiger Klapperschlange gebissen

Eine Klapperschlange kriecht durch ihr Terrarium. (Symbolbild)
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Nach dem Biss einer hochgiftigen Klapperschlange ist ein 33-Jähriger aus dem niedersächsischen Melle in einem Krankenhaus behandelt worden. Wie die Polizei in Osnabrück am Dienstag (18. August) mitteilte, wurde der Mann am Freitag mit einer lebensgefährlichen Vergiftung eingeliefert.
Ein Gegengift für die Behandlung musste demnach per Hubschrauber eingeflogen werden. Der Gesundheitszustand des Mannes sei mittlerweile stabil, er werde aber weiter in der Klinik beobachtet, sagte ein Polizeisprecher.
Laut Polizei hatte sich der Mann den Biss zugezogen, als er die Schlange in seiner Wohnung füttern wollte. Die Beamten stellten zudem fest, dass der 33-Jährige neben der Schlange auch eine Vogelspinne in seiner Wohnung hielt. Mitarbeiter des Veterinäramts nahmen die Tiere in Obhut. Mit Blick auf Tierschutz und artenschutzrechtliche Aspekte werde jetzt ermittelt, hieß es.
Klapperschlangen auf amerikanischem Kontinent heimisch
Klapperschlangen gehören zur Familie der Vipern und sind ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent heimisch. Ihren Namen verdanken sie der charakteristischen Rassel am Schwanz, mit der sie bei Gefahr warnen. Wie andere Grubenottern besitzen sie wärmeempfindliche Gruben zwischen Augen und Nasenlöchern, mit denen sie ihre Beute auch im Dunkeln wahrnehmen können.
Das Gift der Klapperschlangen besteht je nach Art aus unterschiedlichen Eiweißstoffen. Es kann Gewebe und Blutgefäße schädigen, die Blutgerinnung beeinträchtigen sowie starke Schwellungen, Schmerzen und Blutungen auslösen. Bei einigen Arten können zudem das Nervensystem und die Atmung betroffen sein. Die Giftwirkung hängt unter anderem von der Schlangenart, der Giftmenge und der Bissstelle ab.
Nicht jeder Biss führt zu einer Vergiftung, dennoch gilt jeder Klapperschlangenbiss als medizinischer Notfall. Ein Gegengift kann die Folgen der Vergiftung begrenzen. Bewusstlose oder gebissene Personen sollten möglichst ruhig gehalten und sofort medizinisch versorgt werden.(mbr/afp)
