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„Szenen wie im Krieg“Unfall mit sieben Toten erschüttert Italien – Urlauber sterben

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Italienischer Krankenwagen im Einsatz (Symbolbild). In Umbrien hat sich ein Unfall mit sieben Toten ereignet.

Italienischer Krankenwagen im Einsatz (Symbolbild). In Umbrien hat sich ein Unfall mit sieben Toten ereignet. 

Ein Wohnmobil ist in Umbrien mit einem Shuttlebus kollidiert, der Touristen zu den Marmore-Wasserfällen transportierte.

Auf einer Bundesstraße in Mittelitalien hat sich am Wochenende ein schwerer Unfall ereignet, bei dem sieben Personen ums Leben kamen und mehr als 30 verletzt wurden. In den Unfall waren ein Reisebus, ein Wohnmobil sowie mehrere Pkw verwickelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt den genauen Unfallhergang, regionale Politikerinnen und Politiker drückten ihre Anteilnahme aus.

Der Unfall ereignete sich am Sonntag (2. August) gegen 16 Uhr auf der Bundesstraße SS79 zwischen Terni und Rieti an der Grenze zwischen den Regionen Latium und Umbrien. Ersten Erkenntnissen zufolge geriet ein Wohnmobil, das in Richtung Terni fuhr, in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem Reisebus. Das Wohnmobil wurde bei dem Aufprall völlig zerstört, der Bus schwer beschädigt. Mindestens zwei Pkw konnten nicht mehr ausweichen, ein Fahrzeug überschlug sich.

Bei den Todesopfern handelt es sich um die beiden Busfahrer und zwei Fahrgäste des Busses, zwei Insassen des Wohnmobils starben ebenfalls. Zudem erlag eine weitere Person später ihren schweren Verletzungen, sodass die Anzahl der Opfer inzwischen bei sieben liegt, wie lokale Medien am Montag (3. August) berichten.

Großeinsatz nach Unfall auf Straße bei Terni

Die mehr als 30 Verletzten wurden in Krankenhäuser der Umgebung gebracht. Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus: Verkehrspolizisten aus Terni und Rieti waren ebenso am Ort des Geschehens wie Feuerwehrleute aus Rieti, die lokale Polizei aus Terni und Mitarbeiter des italienischen Rettungsdienstes ANAS. Die Unfallopfer, von denen einige lebensgefährlich verletzt waren, wurden mit Hubschraubern und zahlreichen Rettungswagen transportiert.

Einsatzkräfte sprachen von einem „Szenen wie im Krieg“, das sich ihnen beim Eintreffen am Unfallort geboten hätte. Die Verletzten standen unter Schock. Insbesondere die Fahrgäste des Shuttlebusses, die den Tag an den Wasserfällen verbracht hatten, waren betroffen. Notfallseelsorger kümmerten sich um sie.

Mehrere Urlauber sterben bei Unfall in Umbrien

Bei einem Teil der Toten handelt es sich um Urlauber: Sie waren mit dem Shuttlebus unterwegs, der zwischen dem oberen und unteren Teil der Marmore-Wasserfälle verkehrt. Die Touristenattraktion, die jedes Jahr 500.000 Besucher anzieht, liegt im Regionalpark des Flusses Nera. Die Gegend ist für diverse Freizeitaktivitäten bekannt. Der Katastrophenschutz richtete am Sonntag an den Wasserfällen ein Basislager ein, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Die beiden Insassen des Wohnmobils sollen laut „Perugiatoday“ ebenso wie einer der Busfahrer aus der Region Terni stammen. Der Camper und seine Partnerin sollen auf dem Rückweg von einem Motorradtreffen in den Abruzzen gewesen sein.

Der Unfall erschüttert Italien in der Hauptreisezeit in den Sommerferien. Überregionale Medien berichteten und Politiker aus der Region zeigten sich erschüttert. Der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca, drückte sein Beileid  aus: „Ich bin in Gedanken bei den Betroffenen, ihren Angehörigen und allen Fahrgästen des Busses, die Stunden der Angst und Verwirrung durchleben“, schrieb er in einer Nachricht, in der er den Rettungskräften und der Polizei dankte.

Auch Stefania Proietti, Präsidentin der Region Umbrien, sprach von einer „furchtbaren Tragödie“, nachdem sie den Unfallort besucht hatte.

Die Staatsanwaltschaft Terni leitete ein Ermittlungsverfahren ein.