Ein Elfjähriger steht im Verdacht, seinen Vater erschossen zu haben. Die Tat ereignete sich im eigenen Zuhause.
Tödliches FamiliendramaElfjähriger soll Vater nach Streit um Spielkonsole erschossen haben

Der Elfjährige soll die Waffe aus einem Tresor genommen und den Vater erschossen haben. (Symbolbild)
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In den USA soll ein elfjähriger Junge seinen Vater erschossen haben. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 13. Januar 2026, in Duncannon Borough im Perry County im Bundesstaat Pennsylvania. Das berichten das US-Magazin „People“ sowie die lokalen Sender WGAL und KOMO unter Berufung auf Gerichtsunterlagen.
Tötungsdelikt im Bundesstaat Pennsylvania
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll der Junge seinen 42 Jahre alten Vater Douglas D. mit einem Revolver tödlich verletzt haben. Zuvor habe es einen Streit gegeben, nachdem der Vater seinem Sohn die Nintendo-Spielkonsole weggenommen hatte.
Laut eidesstattlicher Erklärung fand der Junge den Schlüssel zu einem Waffentresor, öffnete diesen und entnahm die Schusswaffe. Er habe die Waffe selbst geladen und anschließend im Schlafzimmer seiner Eltern einen Schuss auf seinen Vater abgegeben.
Mutter entdeckt schwer verletzten Ehemann
Die Mutter Jillian D. wurde durch den Knall geweckt und bemerkte, dass ihr Mann stark blutete. Ermittler gaben an, der Junge habe später mehrfach erklärt, er habe seinen Vater erschossen. In einer weiteren Aussage soll er gesagt haben, er sei wütend gewesen und habe nicht darüber nachgedacht, dass der Schuss tödlich sein könnte.
Kind hatte an dem Tag Geburtstag
Nach Angaben der Polizei war der Tattag zugleich der Geburtstag des Kindes. Zudem bestätigten die Behörden, dass der Junge im Jahr 2018 von dem Ehepaar adoptiert worden war. Bei der Befragung wies er demnach eine Prellung im Gesicht sowie eine kleinere Verletzung an der Lippe auf.
Gegen den Elfjährigen wurde Anklage wegen eines Tötungsdelikts erhoben. Eine Freilassung gegen Auflagen wurde abgelehnt, er bleibt in Gewahrsam. Die erste gerichtliche Anhörung ist für den 22. Januar terminiert. Behörden und ein möglicher Rechtsbeistand gaben bislang keine Stellungnahme ab.
Im US-Bundesstaat Pennsylvania wird ein 11-jähriges Kind grundsätzlich nach dem Jugendstrafrecht behandelt. Eine Anklage als Erwachsener ist dort erst ab 14 Jahren möglich. Das Gericht kann eine Unterbringung in einer geschlossenen Jugend- oder Therapieeinrichtung anordnen. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und enden spätestens mit dem 21. Lebensjahr. (jag)

