Auf der Suche nach gefährlicher Alt-Munition in der Nordsee sind am Donnerstagmorgen Wissenschaftler von Bremerhaven aus mit dem Forschungsschiff „Heincke“ Richtung Helgoland aufgebrochen. Ziel ist das Wrack des Kreuzers „SMS Mainz“, der 1914 westlich der Hochseeinsel versenkt worden war.
Schiff Heincke: Abfahrt mehrfach verschoben
Es sollen Proben genommen werden, um mögliche Gefahren zu analysieren, die von im Wrack liegenden Kampfstoffen ausgehen, wie das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven mitteilte. Wegen Windes und turbulenter See war die Abfahrt mehrfach verschoben worden.
Nach offiziellen Schätzungen liegen allein in der deutschen Nordsee rund 1,3 Millionen Tonnen Munition aus Weltkriegszeiten. Über die Auswirkungen, die die Altlasten auf die Umwelt haben, ist bisher wenig bekannt. Ein Forschungsteam unter Leitung des DSM sucht im Rahmen des 2018 gestarteten Projektes „North Sea Wrecks“ (Nordsee Wracks) nach Antworten. (dpa)

