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Guerilla-AktionDeutscher Discounter startet Gegenangriff auf Luxus-Bäckerei

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Die Grazer Familie führt in Österreich in dritter Generation ein Familienunternehmen und unterhält 45 Filialen.

Die Grazer Familie führt in Österreich in dritter Generation ein Familienunternehmen und unterhält 45 Filialen.

Mit einer humorvollen Marketing-Aktion sorgt der deutsche Discounter Lidl in den USA für Aufsehen.

In New Yorks SoHo hat die österreichische Bäckerei RYE by Martin Auer mit einem Preis von 60 Dollar für einen Laib Roggenbrot für Aufsehen gesorgt. Das aus österreichischem Mehl und einem jahrzehntealten Sauerteig hergestellte Brot wurde rasch zum Thema in den sozialen Medien – und geriet in die Kritik wegen überzogener Preise.

Nun hat der Discounter Lidl darauf reagiert. In der Nähe der Bäckerei parkte ein mit Werbung versehener Lkw. Auf der LED-Fläche prangten Slogans wie „Für 60 Dollar bekommst du außerdem 122“ und „nur 49¢“ neben dem Bild eines Croissants.

„Sei nicht so mürrisch“: Lidls cleverer Gegenangriff auf RYE in New York

Dazu der ironische Hinweis: „Sei aber nicht so mürrisch“ und „$60 für Brot? Viel billiger bei Lidl“. Influencer verteilten die frischen 49-Cent-Buttercroissants direkt vor Ort.

Die Aktion ist klassisches Guerilla-Marketing: Sie ist sichtbar, humorvoll und pointiert. Während RYE auf Exklusivität und handwerkliche Tradition setzt – vier Zutaten, lange Fermentationszeit, High-End-Ästhetik –, positioniert sich Lidl als das Gegenmodell: frische Backwaren zu erschwinglichen Preisen.

Die Croissants werden in Frankreich mit europäischer Butter hergestellt, tiefgekühlt geliefert und vor Ort mehrmals täglich gebacken. In den sozialen Medien verbreitete sich die Aktion rasch. Viele Nutzer begrüßten den Kontrast als willkommene Relativierung der Luxus-Debatte.

Lidl startet Marketing-Aktion gegen Luxus-Bäckerei RYE

In Manhattan erlebt das Butterbrot derzeit eine Renaissance. Seit Anfang September bilden sich im Stadtteil Soho Schlangen vor einem Laden, der Roggen-Sauerteigbrot verkauft. Gebacken werden die rund 1,5 Kilogramm schweren Laibe in einem zwei Tonnen schweren, aus Deutschland importierten Ofen. Der Preis: 60 Dollar pro Brot. „Das Brot kommt super an“, sagt Tim Auer, Sohn des österreichischen Gründers und Rye-Inhabers Martin Auer.

Die Grazer Familie führt das österreichische Familienunternehmen bereits in dritter Generation und betreibt 45 Filialen. „Wir haben uns gedacht: Das, worin wir besonders gut sind, bringen wir nach New York“, sagt Auer. Dort wird das Brot auch als Stulle angeboten – etwa mit Fischeiern, Schokocreme oder klassisch mit Schnittlauch und Butter. (mbr)