Kölner Stadt-Anzeiger · Community

Kommentare · 0

Abo

Luxus auf unsere KostenWie Privatjets das Klima belasten

Privatjets stießen nach einer Oxfam-Analyse weltweit im vergangenen Jahr 16 Millionen Tonnen CO₂ aus – sehr viel für eine kleine Gruppe reicher Nutzer, meint die Organisation.

Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug und hinterlässt Kondensstreifen. (Symbolbild)

Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug und hinterlässt Kondensstreifen. (Symbolbild)

Privatjets verursachen nach einer Analyse der Organisation Oxfam vergleichsweise viel CO₂‑Emissionen. Im vergangenen Jahr gingen auf Privatjets weltweit demnach insgesamt 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid zurück. In zwei Sekunden hätten Privatjets mehr CO₂ verursacht als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr, so Oxfam.

An deutschen Flughäfen starteten demnach im vergangenen Jahr über 55.000 Privatjets, die zusammen mehr als 182.000 Tonnen CO₂ ausstießen. Diese Jets hätten in einer halben Stunde mehr Kohlendioxid verursacht als ein Durchschnittsmensch in Deutschland im gesamten Jahr.

Oxfam fordert Steuern für Superreiche

Oxfam geht von einem durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von 9,9 Tonnen CO₂ hierzulande aus. Die Pro-Kopf-Emissionen von Flügen mit Privatjets und kommerziellen Flügen hat Oxfam nicht verglichen. CO₂ wird in der Atmosphäre gespeichert und verstärkt den Treibhauseffekt, schadet also dem Klima.

Nur etwa 250.000 Menschen nutzen laut Oxfam Privatjets, was den reichsten 0,0003 Prozent der Weltbevölkerung entspreche. „Überreiche treiben die Welt in den Klimakollaps“, erklärte die Organisation. Eine Minderheit verantworte unter anderem mit ihrem Luxuskonsum unverhältnismäßig viele Emissionen. Oxfam fordert eine Besteuerung hoher Vermögen. (dpa)