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Leblos gefundenMutter lässt ihre Tochter stundenlang in Hitze-Auto zurück – Kleinkind stirbt

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Ein Mädchen sitzt in einem Kindersitz in einem Auto. (Symbolfoto)

Ein Mädchen sitzt in einem Kindersitz in einem Auto. (Symbolfoto)

In Schorndorf ist ein Kleinkind tot in einem Auto gefunden worden. Die Mutter soll es stundenlang im Fahrzeug gelassen haben.

Die Polizei in Schorndorf bei Stuttgart ermittelt nach dem Auffinden eines leblosen Kleinkindes in einem Fahrzeug. Die 44-jährige Mutter steht im Verdacht, ihre rund 20 Monate alte Tochter am Mittwoch (17. Juni) für mehrere Stunden im Auto zurückgelassen zu haben. Das Mädchen ohne Lebenszeichen wurde von ihr erst am Nachmittag aufgefunden.

Mutter entdeckt leblose Tochter in Hitze-Auto

Die Mutter soll das etwa 20 Monate alte Mädchen am heißen Mittwoch über Stunden vergessen haben. Erst am Nachmittag entdeckte die 44-Jährige ihre leblose Tochter. Den Polizeiangaben zufolge hatten ein Notarzt und der Rettungsdienst nach dem Fund unverzüglich versucht, das Kind wiederzubeleben. Doch die Einjährige sei noch an Ort und Stelle gestorben, teilte die Polizei mit.

Der Polizeisprecher machte am Morgen keine Angaben zu Ermittlungen gegen die Frau. Sollte sich der Verdacht weiter erhärten, dass sie das Kind im Auto vergessen habe, kämen unterschiedliche Fahrlässigkeitsdelikte infrage. Die Mutter sei bislang nicht festgenommen worden.

Autopsie soll Todesursache ermitteln

Wie die Polizei ankündigte, soll eine Autopsie Aufschluss über die exakten Todesumstände geben. Ein genauer Zeitpunkt für die Untersuchung konnte von einem Sprecher noch nicht genannt werden, es solle aber ein schneller Termin gefunden werden, hieß es. Es muss unter anderem geklärt werden, inwieweit die hohen Temperaturen ursächlich waren oder ob eventuell andere medizinische Ursachen den Tod des Kindes herbeiführten.

Welche Umstände die Frau dazu veranlasst haben sollen, ihr Kind für eine derart lange Dauer im Pkw zu vergessen, war anfangs ebenfalls unklar. Laut dem Polizeisprecher ist dies Gegenstand der laufenden Befragungen. Zum Aufenthaltsort des Vaters während des Geschehens machte er keine Angaben. Welche juristischen Folgen sich für die Mutter ergeben könnten, ist überdies noch nicht absehbar. (dpa/red/jv)