Leipzig – Die beiden aus Leipzig stammenden Graffiti-Sprayer, die seit November in Singapur in Haft saßen, konnten das Land mittlerweile verlassen. Wie das Auswärtige Amt in Berlin gegenüber dieser Zeitung mitteilte, wurden die 21 und 22 Jahre alten Männer bereits Ende Mai aus dem Gefängnis entlassen. Nähere Angaben zu den Umständen der vorzeitigen Entlassung wollte ein Sprecher des Amtes mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der jungen Männer nicht machen.
Die Leipziger waren im November in ein U-Bahn-Depot in dem wohlhabenden Stadtstaat eingedrungen und hatten einen Waggon mit Graffiti besprüht. Sie flohen nach Malaysia, wurden aber zwei Wochen später gefasst und zu drei Stockschlägen und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Singapur legt großen Wert auf seinen Ruf als saubere und ordnungsliebende Oase in Asien und verfolgt Verstöße gegen die Gesetze mit harten Strafen. (sul)
