Die Nasa schickt für die «Artemis 3»-Mission nur Männer zum Mond. Der Chef der Raumfahrtagentur verteidigt die umstrittene Entscheidung.
Rein männliche CrewNasa-Chef verteidigt Auswahl für Mondmission „Artemis 3“

Vier Männer sollen an der «Artemis 3»-Mission teilnehmen.
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Jared Isaacman, der Leiter der Nasa, rechtfertigte die Zusammenstellung eines ausschließlich männlichen Teams für die «Artemis 3»-Mondmission. «Ich habe Reaktionen gesehen von Enttäuschung bis hin zu Empörung», äußerte der Chef der US-Raumfahrtagentur auf der Online-Plattform X. Weltweit stieß der Entschluss, keine Astronautin für die Besatzung zu nominieren, bei Weltraum-Enthusiasten und Beobachtern auf erheblichen Widerspruch.
Isaacman appellierte daran, den Beschluss zu akzeptieren. «Ich hoffe aber, dass in einer Welt mit so vielen Kontroversen dies ein Moment sein kann, in dem wir die ausgewählten Astronauten feiern und die Integrität des Prozesses anerkennen.»
Kriterien für den Erfolg der Mission
Laut Isaacman beruhe die Selektion auf einer Vielzahl von Kriterien. Am Ende werde das Team zusammengestellt, «die der Mission die beste Chance gibt, ihre Ziele zu erreichen». Der Nasa-Leiter hob zugleich hervor, dass die Agentur zahlreiche exzellente Astronautinnen sowie weitere weibliche Fachkräfte beschäftigt.
Das bereits bekannt gegebene Team für die Mission «Artemis 3» setzt sich aus den Astronauten Andre Douglas, Frank Rubio und Randy Bresnik aus den USA sowie Luca Parmitano aus Italien zusammen. Als Reserveastronaut ist Bob Hines vorgesehen.
An der vorangegangenen Mission «Artemis 2» hatte die amerikanische Astronautin Christina Koch teilgenommen. Im Rahmen dieses Fluges war sie die erste Frau, die sich in Mondnähe aufhielt, weshalb die aktuelle Personalentscheidung bei zahlreichen Kritikern auf Unverständnis stößt.
Ein Start der Mission «Artemis 3» für Testzwecke in den Erdorbit ist für das nächste Jahr geplant. (dpa/red)
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