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Rap-Star aus den 90ernUS-Gericht spricht Angeklagte wegen Mordes an Jam Master Jay schuldig

Lesezeit 2 Minuten
Jason Mizell, Jam-Master Jay

Das verstorbene Run-DMC-Mitglied Jason Mizell, besser bekannt als Jam-Master Jay.

Einer der Angeklagten soll dem Rapper im Jahr 2002 in dessen Tonstudio wegen eines Streits um einen Drogen-Deal in den Kopf geschossen haben.

Mehr als 20 Jahre nach der Ermordung von Rap-Star Jam Master Jay von der Hip-Hop-Band Run-DMC sind in den USA der mutmaßliche Todesschütze und ein Mitangeklagter für schuldig befunden worden. Ein Gericht in New York sprach Karl Jordan Jr. und Ronald Washington am Dienstag in allen Anklagepunkten schuldig, darunter wegen Mordes in Verbindung mit Drogengeschäften. Das Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

„Ihr habt gerade zwei unschuldige Menschen getötet“, sagte Washington nach der Urteilsverkündung, während er zusammen mit Jordan aus dem Gerichtssaal geführt wurde.

Mord an Jam Master Jay hatte Fans weltweit schockiert

Der heute 40 Jahre alte Karl Jordan Jr. soll dem Rapper mit dem bürgerlichen Namen Jason Mizell am 30. Oktober 2002 in dessen Tonstudio im New Yorker Stadtteil Queens wegen eines Streits um einen Drogen-Deal in den Kopf geschossen haben. Der Mitangeklagte Ronald Washington zwang Augenzeugen laut Anklage mit seiner Waffe, sich auf den Boden zu legen.

Der Mord an Jam Master Jay hatte Run-DMC-Fans weltweit schockiert. Die für Hits wie „It's Tricky“ und „Christmas in Hollis“ bekannte Hip-Hop-Band hatte sich immer wieder gegen Gewalt durch Gangs ausgesprochen. Diese wurde in den 90er Jahren zunehmend mit Rap und Hip-Hop in Verbindung gebracht.

Bereits in den 90er Jahren hatte ein Reihe an Morden an berühmten Rappern die USA erschüttert. Zu den Opfern gehörten Superstars wie Tupac Shakur und The Notorious B.I.G. (afp)

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