Abo

Razzien bei Pflegediensten in NRWIntensivpatienten von unqualifiziertem Personal betreut?

1 min
Polizei Symbolbild

Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Betrügergruppe in NRW: Der Schaden soll in die Millionen gehen. (Symbolbild)

Polizei und Zoll sind in NRW gegen Pflegedienste vorgegangen, die Abrechnungsbetrug begangen haben sollen. 

Behörden in Nordrhein-Westfalen sind in großem Stil gegen mutmaßliche Betrüger vorgegangen. Es habe einen landesweiten Großeinsatz gegeben gegen eine mutmaßliche Gruppe von Betrügern, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert der Deutschen Presse-Agentur.

Die Bande soll Millionenschäden verursacht haben. Bei dem Großeinsatz habe es auch Festnahmen gegeben. Nähere Einzelheiten wollen Polizei und Staatsanwaltschaft erst am Freitag bekanntgeben.

Bericht: 31 Objekte in NRW durchsucht

Nach Informationen der „Rheinischen Post“ waren an dem Großeinsatz Polizei und Zoll beteiligt. Er habe sich demnach gegen Pflegedienste gerichtet, die von einem Ehepaar geführt würden. Jahrelang sollen nach Angaben der RP Intensivpatienten von unqualifiziertem Personal versorgt worden sein. Bei ihnen seien zudem Leistungen abgerechnet worden, die nie erbracht worden seien, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Ermittelt werde wegen Abrechnungsbetrugs, Geldwäsche sowie Verstößen gegen das Steuer- und Arbeitsrecht. Neben dem Ehepaar würden elf weitere Personen beschuldigt. Gegen die Hauptbeschuldigte sei ein Haftbefehl vollstreckt worden, berichtete die „Rheinische Post“.

Insgesamt wurden laut dem Bericht 31 Objekte durchsucht, vor allem in der Rhein-Ruhr-Region. Auch das Polizeipräsidium Südhessen sei in die Razzien einbezogen gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. (dpa/red)