Zwei Frauen, die bei einer Messerattacke in einem Seniorenheim im Münsterland verletzt wurden, sind nach Operationen am Samstag (17. Oktober) und Sonntag (18. Oktober) nicht mehr in Lebensgefahr. Das teilten die Ermittlungsbehörden mit. Bei dem Angriff in Olfen im Kreis Coesfeld war am Freitag eine 86-Jährige getötet worden.
Ein 72-jähriger Tatverdächtiger sitzt wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft. Die verletzten Frauen sind 81 und 83 Jahre alt.
Messerattacke im Seniorenheim in Olfen: Frauen außer Lebensgefahr
Der 72-Jährige lebte in der Einrichtung und ist wegen mehrerer Vorerkrankungen in einem Justizvollzugskrankenhaus untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft Münster äußert er sich bislang nicht zu den Vorwürfen, weshalb das Motiv für die Tat in der Cafeteria offen bleibt. Ärzte haben vorläufig eingeschätzt, dass bei dem Deutschen keine Demenzerkrankung vorliegt.
Im Seniorenzentrum leben nach Angaben des Betreibers 77 pflegebedürftige Menschen. Dabei handelt es sich laut dessen Aussage um Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind. Träger des Hauses ist die Stadt Olfen. (dpa/red)
