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OktoberfestUnfall an der Schiffsschaukel – Mitarbeiter muss reanimiert werden

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Bei der Schiffsschaukel auf dem Münchner Oktoberfest wurde der Betrieb nach einem Vorfall gestoppt.

Bei der Schiffsschaukel auf dem Münchner Oktoberfest wurde der Betrieb nach einem Vorfall gestoppt.

Der letzte Tag des Oktoberfests ist von einem Unfall an einem Fahrgeschäft überschattet worden. Es ist bereits der zweite schwere Zwischenfall. 

Am letzten Tag des Oktoberfests hat es einen Unfall an der Schiffsschaukel gegeben. „Der Rettungsdienst ist vor Ort“, sagte ein Sprecher der Wiesnwache der Polizei zunächst. Die Polizei ermittelt vor Ort zur Unglücksursache, das Fahrgeschäft ist abgesperrt. Eine Gefahr für die Fahrgäste habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sei um kurz nach 10 Uhr ein Mitarbeiter der Schiffschaukel von einer Schaukel getroffen und schwer verletzt worden. Bei dem 47-jährigen rumänischen Mitarbeiter sei von einem Notarzt reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht worden. Er soll sich in einem kritischen Zustand befinden. Ein Kriseninterventionsteam kümmere sich um Zeugen des Unfalls. Wie viele Personen sich zu diesem Zeitpunkt in der Schaukel befanden, ist aktuell nicht bekannt, meldet die „Abendzeitung München“.

Medienberichten zufolge hat sich der Unfall auf der „Oidn Wiesn“ („Alte Wiese“) ereignet. Dies ist ein separater Teil des Oktoberfests. Er liegt auf dem Südteil der Theresienwiese und bietet eine gemütlichere, traditionellere Atmosphäre fernab des Rummels der großen Festzelte. Die historische Schiffsschaukel hat keinen Motor, sondern wird durch Muskelkraft und Schwerpunktverlagerung der Fahrgäste in Bewegung gesetzt. Betrieben wird das Fahrgeschäft von der Schaustellerfamilie Schmack aus Erding. 

Zweiter Unfall in München – „Hangover“ ist auch für Köln gebucht

Der Unfall weckt Erinnerungen an den tödlichen Zwischenfall vor wenigen Wochen, als ein Mitarbeiter des Freifallturms „Hangover“ verunglückte. Der 52-Jährige hatte sich am 21. September aus bislang ungeklärten Umständen im Gefahrenbereich unterhalb des Turms aufgehalten und war von einer herunterfahrenden Gondel eingeklemmt und tödlich verletzt worden.

Am 24. Oktober startet die Herbstkirmes in Köln. Die Attraktion „Hangover“ ist für den Jahrmarkt am Deutzer Rheinufer gebucht. Das Fahrgeschäft war nach einer Überprüfung vom Ordnungsamt München wieder freigegeben worden. Derzeit laufen allerdings noch die Untersuchungen zum Unglückshergang. Polizei und Staatsanwaltschaft werteten zuletzt Videomaterial aus. Mehrere Zeuginnen und Zeugen hätten sich nach einem öffentlichen Aufruf gemeldet und Aufnahmen zur Verfügung gestellt, so die Ermittler. Wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte, würden diese nun ausgewertet, berichtete die „Augsburger Allgemeine“

Nach dem Gastspiel in Köln soll das Fahrgeschäft von Ende November bis Anfang Januar Station im Winter Wonderland im Londoner Hyde Park machen.

Auf dem Oktoberfest hatte es zudem einen weiteren tödlichen Zwischenfall gegeben: Eine 90-Jährige starb Tage später an den Folgen eines Unfalls, der sich am 23. September ereignet hatte. Die Rollstuhlfahrerin wollte vor einem Festzelt ein Pferd eines dort befindlichen Kutschengespanns am Kopf streicheln. Als das Pferd den Kopf anhob, wurde der Rollstuhl umgestoßen, und die Frau stürzte zu Boden. (cme, mit dpa)