Buckelwal „Timmy“ bewegt sich plötzlich – doch der Wal steckt weiter fest im Schlick.
Lebenszeichen in der Ostsee„Timmy“ lebt noch – Wal schlägt wieder mit Schwanzflosse

Buckelwal „Timmy“ sitzt vor Insel Poel fest. (Archivbild)
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Das Ostsee-Drama um Buckelwal „Timmy“ geht weiter. Auch am Donnerstagmorgen (9. April 2026) gibt es Lebenszeichen: Der Wal lebt noch und stößt wieder Blas aus, wie vor Ort berichtet wird. An seiner Lage hat sich jedoch nichts geändert – „Timmy“ steckt weiterhin fest in der Bucht vor der Insel Poel.
Buckelwal „Timmy“ liegt im Schlick fest
Nach Angaben des Umweltministeriums sitzt das Tier rund einen halben Meter tief im Schlick. Zwar gab es am Mittwoch leichte Bewegungen, doch eine echte Verbesserung ist nicht erkennbar. „Er hat ein, zwei Sekunden mit der Schwanzflosse geschlagen. Aber das ändert an der Situation leider nichts“, sagte ein Sprecher laut „Bild“-Zeitung.

Der Buckelwal liegt am frühen Vormittag noch immer auf einer Sandbank vor der Insel Poel.
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Auch der Wasserstand bringt keine Wende. Zwar liegt der Pegel weiterhin über Normalnull, doch er reicht nicht aus, um den Wal freizubekommen. Zudem gilt „Timmy“ inzwischen als zu geschwächt, um sich aus eigener Kraft zu befreien.
„Timmy“ gibt noch Atemfontänen von sich
Am frühen Morgen war der Wal zunächst nicht zu sehen, erst später wurden wieder Atemfontänen beobachtet. Die Lage bleibt insgesamt unverändert kritisch.
Bereits am Mittwoch hatte es kurzfristig Hoffnung gegeben: Der Wal bewegte sich leicht, schlug mit der Schwanzflosse und drehte seinen Kopf ein Stück. Berichten zufolge könnte er sich sogar wenige Meter in Richtung Ausgang der Bucht bewegt haben.
Unverändert gilt: Helfen kann man dem schwerkranken Tier nicht mehr. Um ihm ein möglichst ruhiges Ende zu ermöglichen, bleibt die 500-Meter-Sperrzone bestehen. Einsatzkräfte beobachten den Wal weiterhin aus der Distanz.
Neue Bilder zeigen zudem, wie stark „Timmy“ bereits gezeichnet ist. Aufnahmen der Feuerwehr geben erstmals einen Blick auf den Kopf des Tieres frei – ein eindrückliches Bild seines Zustands.
Der Fall sorgt auch international für Aufmerksamkeit. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte am Mittwoch, ein solcher Verlauf sei weltweit bislang einmalig. Noch nie sei beobachtet worden, dass ein Wal innerhalb weniger Tage mehrfach strandet und dennoch weiterlebt. (jag)
