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„Abends zum Haftrichter“Ex-Bayern-Star Christian Lell spricht über den Bruch in seinem Leben

Den Großteil seiner Profikarriere verbrachte Christian Lell beim FC Bayern München. Bei „Promi Big Brother“ spricht der 42-Jährige an Tag 10 über Gewaltvorwürfe und darüber, welche Folgen die damaligen Ereignisse für seine Karriere und sein Privatleben hatten.

Ex-Bayern-Profi Christian Lell spricht bei „Promi Big Brother“ über seine tiefe Krise. (Bild: Joyn)

Ex-Bayern-Profi Christian Lell spricht bei „Promi Big Brother“ über seine tiefe Krise. (Bild: Joyn)

Über zehn Jahre ist es her, dass nicht nur die Karriere des Fußballers Christian Lell einen Knick bekam, sondern das ganze Leben des langjährigen Bayern-Profis. „Wir haben zu der Zeit in Spanien gelebt. Meine Freundin, meine Tochter und ich“, berichtet der 42-Jährige an Tag 10 von „Promi Big Brother“ über den für ihn schicksalhaften Jahreswechsel 2013/14.

Auslöser einer folgenreichen häuslichen Auseinandersetzung seien „ein paar Ungereimtheiten auf meinem Bankkonto“ gewesen, schildert Lell seine Sicht der Dinge im Zwiegespräch mit Gia Georgina. Die Situation sei schnell eskaliert. „Und dann bin ich emotional geworden, laut geworden, ich habe rumgeschrien und so weiter“, erzählt Lell.

Tatsächlich wurde der damalige Profi des UD Levante von der spanischen Polizei 2014 wegen des Vorwurfs der häuslichen Gewalt verhört. Einen Tag Gefängnis brachte es ihm ein, erinnert er sich nun in der Reality-Show. „Abends zum Haftrichter. Ich habe eh noch Glück gehabt, dass er Deutsch sprechen konnte. Wenn der nicht Deutsch gesprochen hätte, wäre ich übers Wochenende im Gefängnis gewesen.“

„Dann hatte ich halt drei Brandherde existenzieller Natur“

Die Folgen seien weit über die damalige Auseinandersetzung hinausgegangen, erklärt Lell weiter. Seine Profikarriere geriet ins Stocken, einen neuen Verein fand er nicht. Gleichzeitig habe er mit dem Tod seiner Schwester umgehen müssen und vor Herausforderungen rund um das Sorgerecht für seine Tochter gestanden. Die Belastungen seien schließlich kaum noch zu bewältigen gewesen. „Dann hatte ich halt drei Brandherde existenzieller Natur: Der Job bricht weg, keine Auftritte mehr, Verlust aus dem engsten Circle und halt die Partnerin. Und dann musste ich priorisieren.“

Einen Ausweg habe Lell zunächst im beruflichen Erfolg gesucht. Er habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt und seine Energie in den Aufbau eines Unternehmens gesteckt: „eine Firma, die 100 Millionen Euro Umsatz macht und mindestens 50 Angestellte“. Die Vision sei für ihn zu einer Art Orientierung in einer Zeit geworden, in der vieles andere weggebrochen war. Doch er habe sich zunehmend in Arbeit, Partys und Drogen verloren. Schließlich sei er in eine Depression gerutscht: „Das war dann der Endgegner.“

„Promi Big Brother“ läuft täglich um 20.15 Uhr bei SAT.1 und im Livestream auf Joyn. (tsch)

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