Peter Giesel wagt auf Mallorca ein etwas ungewöhnliches Experiment. Der „Achtung Abzocke“-Moderator will den Zuschauern zeigen, was mit verlorenen Geldbeuteln passiert. Doch der Versuch eskaliert - und Giesel muss zwischen Windeln im Müll wühlen.
„Achtung Abzocke“-Experiment auf Mallorca zwingt Peter Giesel dazu, im Müll zu wühlen„Luft anhalten!“

In der aktuellen Folge der Kabel Eins-Sendung „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ muss Peter Giesel ordentlich im Müll wühlen. (Bild: Joyn )
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Ein verlorenes Portemonnaie, 20 Euro Bargeld und ein GPS-Tracker. Eigentlich klingt das nach einem überschaubaren Experiment. Doch in der aktuellen Folge der Kabel-Eins-Sendung „Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ nimmt die Sache für Giesel und sein Team in der Altstadt von Palma eine unerwartete Wendung. Am Ende muss der Moderator nicht nur im Müll wühlen, sondern bekommt auch noch Besuch von der Polizei.
Mitten in der Altstadt von Mallorca legt Giesel ein Portemonnaie auf einer Bank ab. Darin: 20 Euro Bargeld, mehrere Kreditkarten und ein GPS-Tracker. Dann heißt es warten. „Und wer nimmt es sich jetzt?“, fragt sich Giesel. Gemeinsam mit seinem Team zieht er sich zurück und beobachtet aus der Ferne, was mit dem Geldbeutel passiert.
Keine drei Minuten später entdeckt ein Passant das Portemonnaie und steckt es ein. Doch Giesel ist vorbereitet. Über eine App auf seinem Handy kann er den GPS-Tracker verfolgen. „Lass uns doch mal schauen, wo es jetzt hinwandert“, so Giesel. Also macht sich das Team auf den Weg und folgt dem Signal durch die Altstadt.
„Jetzt kramt der Giesel schon wieder im Müll“

Seit 2015 deckt Peter Giesel in „Achtung Abzocke“ die Maschen der Urlaubsbetrüger auf. (Bild: Joyn / Robin Ahne)
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Die Spur führt schließlich zu einem Mülleimer. Plötzlich bleibt Giesel stehen. „Hört ihr das?“, fragt der Moderator in die Runde. Und tatsächlich: Ein leises Piepsen ist zu hören. Der GPS-Tracker muss irgendwo im Müll gelandet sein und meldet sich, weil Giesel mit seinem Handy in der Nähe ist.
Für den Reporter bedeutet das vor allem eins: Ärmel hoch und rein in den Eimer. „Jetzt kramt der Giesel schon wieder im Müll, nur weil er sein Portemonnaie verloren hat“, ärgert sich der 58-Jährige, während sein Arm bereits tief im Mülleimer steckt. „Luft anhalten“, warnt Giesel sein Team. „Ich weiß, das kommt auf Instagram. Aber da sind trotzdem Windeln drinnen, okay? Ist jetzt nicht so schön.“
Trotzdem wühlt Giesel weiter. „Ich dreh durch“, regt er sich auf. Schließlich tauchen nach und nach die ersten Karten auf. Auch der GPS-Tracker ist wieder da - und irgendwann sogar das Portemonnaie selbst. Nur eines fehlt: das Bargeld. Für Giesel ist die Sache damit klar. „Der Mann, der das genommen hat, hatte nur ein Interesse: Cash out und weg!“ Ohne den Tracker hätte er seine Karten vermutlich nie wiedergefunden.
Giesel konfrontiert den Dieb: „Ich hol die Polizei“
Das Team geht zunächst davon aus, dass der Mann längst verschwunden ist. Doch dann entdeckt Giesel ihn plötzlich und nimmt die Verfolgung auf. Es kommt zur direkten Konfrontation. „Du hast meine 20 Euro!“, klagt der Moderator. „Nein. Nein. Ich habe sie nicht“, verteidigt sich der Mann. „Doch“, erklärt Giesel. Der Mann behauptet daraufhin, er habe das Portemonnaie nur in den Müll geworfen, damit niemand die Karten klauen könne.
Eine Erklärung, die Giesel nicht überzeugen kann: „Ich hol die Polizei“, ruft er empört. Doch dazu kommt es gar nicht erst. Denn die Polizei steht bereits vor ihm. Sie scheinen in der Nähe auf Streife gewesen zu sein und wollen das Streitgespräch auflösen. Auch gegenüber den Beamten bestreitet der Mann zunächst, das Geld genommen zu haben. Erst, als Giesel sein Videomaterial auspackt, lenkt der Dieb ein.
Immerhin: Zehn Euro bekommt Giesel zurück. Die anderen zehn Euro hat der Mann nach eigenen Angaben bereits ausgegeben. „Der Typ hat nicht viel Geld, ist mir klar“, spricht Giesel in die Kamera. „Aber Sie sehen mal, wie schnell es gehen kann“, warnt er.
„Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur“ läuft wöchentlich um 20.15 Uhr bei Kabel Eins und auf Joyn. (tsch)