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AfD-Politiker bricht Podcast ab„So muss ich mich nicht behandeln lassen“

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Hans-Thomas Tillschneider war im Podcast „Amann unframed“ zu Gast - bis er die Aufnahme abbrach. (Bild: 2026 Getty Images/Jens Schlueter)

Hans-Thomas Tillschneider war im Podcast „Amann unframed“ zu Gast - bis er die Aufnahme abbrach. (Bild: 2026 Getty Images/Jens Schlueter)

Hans-Thomas Tillschneider ist im Podcast „Amann unframed“ zu Gast gewesen. Nach einigen kritischen Nachfragen zu seiner Partei, brach der AfD-Politiker die Aufnahme jedoch ab.

Die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (6. September) sorgt weiter für Gesprächsstoff. In der neusten Folge des Podcasts „Amann unframed“ wollte Journalistin Melanie Amann genauere Details zum Wahlprogramm der AfD erfahren, die aktuellen Umfragen zufolge mit mehr als 40 Prozent deutlich vorne liegt. Doch ihr Gast Hans-Thomas Tillschneider brach die Aufnahme ab.

„Ich habe gedacht, es geht hier um mein Buch. Ich habe gedacht, es geht um meine Person. Sie fragen mich zu Björn Höcke, zu sonst wem“, ärgerte sich der sachsen-anhaltische AfD-Politiker gegen Ende des Podcasts. Zuvor hatte die Gastgeberin mehrere kritische Nachfragen zum Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt gestellt.

„Destruktiv, suggestiv und in höchstem Maße unfair“

Amann und Tillschneider diskutierten beispielsweise darüber, dass Vereine staatliche Fördermittel nur noch dann erhalten sollen, wenn sie ein „ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung“ ablegen würden, wie es die AfD fordert. Außerdem wies Tillschneider den Rechtsextremismusvorwurf gegen seine Partei zurück und meinte, der Begriff habe „keinen Sachgehalt“, sondern vor allem einen „Machtgehalt“. Er werde seiner Meinung nach dazu verwendet, um die AfD kleinzuhalten.

Der Podcast lief schließlich aus dem Ruder, als nach einem AfD-Mitglied gefragt wurde, dem der Generalbundesanwalt die Mitgliedschaft in der mutmaßlich rechtsterroristischen Organisation „Sächsische Separatisten“ vorwirft. Der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hatte gefordert, diesem Mann die AfD-Mitgliedsrechte wieder zurückzugeben.

Nach weiteren Nachfragen wollte sich Tillschneider dazu allerdings nicht mehr äußern. „So, mehr will ich dazu auch nicht sagen. [...] Ich habe mich auch nicht allzu intensiv damit befasst“, entgegnete er und wütete in Richtung Amann: „Ich empfinde Ihre Fragen als destruktiv und suggestiv und in höchstem Maße unfair.“ Zudem warf er der Journalistin „Hardcore-Framing“ vor - und brach das Gespräch daraufhin ab. Dann verließ er das Studio. Der Podcast dauerte knapp 50 Minuten. (tsch)