Die Reichweite der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY International“ scheint sich mal wieder ausgezahlt zu haben - und das in einem besonders spektakulären Fall: Bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt „glühten die Drähte“ hinsichtlich der Ermittlungen im Bierkönig-Mord von 1997.
„Aktenzeichen XY“ brachte Ermittlern im Bierkönig-Dreifachmord neue Erkenntnisse

Rudi Cerne stellt bei „Aktenzeichen XY ... Ungelöst“ regelmäßig Fälle vor, die von der Kriminalpolizei noch nicht aufgeklärt werden konnten. (Bild: ZDF/Tobias Schult)
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Knapp 30 Jahre wartet der spektakuläre Bierkönig-Mord auf Aufklärung. Nun scheint die Staatsanwaltschaft Frankfurt der Lösung im kniffligen Fall doch endlich einen Schritt nähergekommen zu sein. Ursache ist der öffentliche Aufruf nach Hinweisen in der ZDF-Spezialsendung von „Aktenzeichen XY International“. Nach der Ausstrahlung der Sendung hieß es laut „Bild“ aus dem Umfeld der Sendung: „Die Drähte haben geglüht. Das hat die Erwartungen absolut übertroffen.“
Oberstaatsanwalt Dominik Mies bestätigte im Fall des Dreifachmordes an Bierkönig Manfred Meisel, dessen Sohn Patrick und der Hausangestellten Claudia Leisten: „Diese Hinweise kamen unter anderem aus dem damaligen unmittelbaren Umfeld von Manfred Meisel.“ Details gab Mies aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht preis. „Es deutet sich an, dass es bei Zeugen möglicherweise Loyalitätsverschiebungen gegeben hat und nunmehr Bereitschaft besteht, weitere Aussagen zu tätigen“, blieb der Oberstaatsanwalt vage.
Manfred Meisel verdiente sich als Betreiber des Bierkönigs auf Mallorca ein Millionenvermögen. 1997 wurde er nebst seines Sohnes und seiner Hausangestellten per Kopfschuss getötet. Mangels eindeutiger Spuren wurde die Hinrichtung in der mallorquinischen Finca nie aufgeklärt. Das könnte sich dank „Aktenzeichen XY“ nun ändern. (tsch)