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An Krebs erkrankte Patrice Aminati spricht im ZDF über Trennung„Habe mich selber so wahnsinnig gehasst“

Seit mehr als drei Jahren lebt Patrice Aminati mit schwarzem Hautkrebs. In einer Sendung der ZDF-Reihe „Terra Xplore“ sprach die 31-Jährige nun unter anderem darüber, wie ihre Tochter mit dem Leiden ihrer Mutter umgehe. Zudem äußerte sich die Influencerin zur Trennung von Moderator Daniel Aminati.

Mit ZDF-Moderator Leon Windscheid spricht Patrice Aminati offen über ihren Umgang mit dem Krebs. (Bild: ZDF / Marius Fuchtmann)

Mit ZDF-Moderator Leon Windscheid spricht Patrice Aminati offen über ihren Umgang mit dem Krebs. (Bild: ZDF / Marius Fuchtmann)

„Wie lebt man mit einer unheilbaren Krankheit?“, fragt sich Leon Windscheid. Eine Antwort kann ihm Patrice Aminati geben. Im ZDF-Format „Terra Xplore: Im Kopf von ...“ spricht die an Hautkrebs erkrankte Influencerin mit dem Psychologen über den Einfluss, den die Diagnose in den vergangenen Jahren auf ihr Leben hatte.

Von ihrem Mann, dem „taff“-Moderator Daniel Aminati, lebt sie getrennt. „Mein Ex-Mann hat eine junge Frau geheiratet, die Kraft hat, die Bock aufs Leben hat“, blickt die 31-Jährige zurück. Nach ihrer Diagnose sei jedoch alles anders gewesen. „Du bist jemand, der nicht mehr kann, der unfassbar traurig ist, der hilfs- und pflegebedürftig ist. Ich habe mich selber so wahnsinnig gehasst in diesem Moment“, erinnert sich Aminati.

„Ich habe mich da wohler gefühlt bei meinen Eltern, in diesem Nest, geborgen, als mit einem Partner, mit dem man natürlich auch eine Liebesbeziehung hat“, erläutert sie. „Wenn du in diesem desolaten Zustand bist, körperlich und seelisch, ist das nicht schön.“ Sie habe sich selbst „überhaupt nicht wohl oder als Frau gefühlt“, erzählt Aminati weiter. „Das war grausam.“ Es sei „unfassbar schwer für ein Liebespaar“, einen derartigen Schicksalsschlag gemeinsam zu bewältigen. Wie schon in der Vergangenheit beteuert die Mutter einer Tochter in Bezug auf die Trennung: „Es war eine Entscheidung - nicht gegen jemanden, sondern für mich.“

Patrice Aminati: „Ich habe wahnsinnige Angst“

Patrice Aminati will ihre Tochter aufwachsen sehen: „Ich habe die Verantwortung für dieses Kind.“ (Bild: 2025 Getty Images/Ben Kriemann)

Patrice Aminati will ihre Tochter aufwachsen sehen: „Ich habe die Verantwortung für dieses Kind.“ (Bild: 2025 Getty Images/Ben Kriemann)

Patrice Aminati leidet seit drei Jahren an schwarzem Hautkrebs im vierten Stadium. Mittlerweile erhält sie eine palliative Behandlung, die ihr möglichst viel Lebensqualität schenken soll. „Es ist nicht fair“, sagt sie nun, als sie über ihre Diagnose spricht. „Und meistens weiß man auch nicht, warum. In meinem Fall vielleicht hohe Sonneneinstrahlung im Kindesalter. Dass man früher am Ostseestrand so lange gespielt hat, bis man krebsrot war.“

Aufgeben will Aminati nicht. „Es ist grausam, es ist furchtbar, und ich habe wahnsinnige Angst. Aber ich versuche, mich auch ständig zu fragen: Was will ich für ein Mensch sein? Mit welcher Haltung will ich da durchgehen?“, erklärt sie in der ZDF-Sendung.

Patrice Aminati hat ihre Tochter „noch nicht darüber aufgeklärt, was im Raum steht“

Leon Windscheid interessiert auch, wie viel Aminatis vierjährige Tochter Charly Malika über die schwere Krankheit ihrer Mutter wisse. „Wir sagen das Wort [Krebs, d.Red.] nie“, verrät die gebürtige Dresdnerin. „Ich habe sie noch nicht darüber aufgeklärt, was im Raum steht.“ Es sei „tröstlich“, dass ihr Kind sich schlichtweg anderen Spielgefährten wie ihrem Vater oder ihrem Großvater zuwende, wenn es Aminati zu schlecht gehe. „Das Leben geht einfach weiter. Manche sterben, und das Leben geht weiter. Und das soll es auch. Das ist auch gut so.“

Gleichzeitig wolle die Social-Media-Bekanntheit nicht, dass ihre Tochter ohne Mutter aufwachsen müsse. „Ich habe die Verantwortung für dieses Kind. Zumindest, bis sie 18 ist. Und wenn ich sie auf allen Vieren über diese Ziellinie bringe.“ Auch sie selbst habe noch nicht mit dem Leben abgeschlossen. „Ich will weiterleben“, betont Aminati. „Ich habe noch Durst und Hunger aufs Leben.“

Die gesamte Sendung ist ab Montag, 2. November, ab 10 Uhr im Streamingportal des ZDF abrufbar. (tsch)