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ARD-Experte Hitzlsperger warnt den DFB„Nicht nur mit Klopp sprechen!“

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Thomas Hitzlsperger (rechts) empfahl dem DFB, sich auch Gedanken über andere Bundestrainer-Kandidaten als Jürgen Klopp zu machen. (Bild: Getty Images / Alexander Hassenstein / Christof Koepsel (Collage))

Thomas Hitzlsperger (rechts) empfahl dem DFB, sich auch Gedanken über andere Bundestrainer-Kandidaten als Jürgen Klopp zu machen. (Bild: Getty Images / Alexander Hassenstein / Christof Koepsel (Collage))

Julian Nagelsmann ist nicht mehr Bundestrainer. Der Deutsche Fußballbund bestätigte am Freitag Nagelsmanns Rücktritt - und gleichzeitig Gespräche mit einem potenziellen Nachfolger: Jürgen Klopp. Das stieß ARD-Experte Thomas Hitzlsperger etwas sauer auf.

„Es ist die richtige Entscheidung“, kommentierte Thomas Hitzlsperger (44), 52-facher Nationalspieler und Vize-Europameister von 2008, im DFB-Liveblog von „Tagesschau.de“ am frühen Nachmittag den vom DFB verkündeten Rücktritt von Julian Nagelsmann (38) als Bundestrainer der Nationalmannschaft.

Direkt nach dem blamablen Aus im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay im Elfmeterschießen hatte Nagelsmann zwar spontan einen Rücktritt für „ausgeschlossen“ gehalten (“Ich bin keiner, der wegläuft“). Trotzdem war in der Medien- und Fan-Landschaft kurz danach nicht mehr die Frage, ob Nagelsmann gefeuert würde, sondern nur noch wann.

Nach Gesprächen direkt in der Nacht nach dem sportlichen Debakel mit den Führungskräften des DFB sowie nach der weiteren Aufarbeitung am Donnerstag und Freitag ging Nagelsmanns Statement, einem Showdown entsprechend gegen zwölf Uhr Mittag, auf dem Instagram-Kanal des DFB online.

Nagelsmann-Aus nach 1015 Tagen - kommt jetzt Jürgen Klopp?

Gesenkten Hauptes: Julian Nagelsmann ist nicht mehr Bundestrainer. Er trat am Freitag von seinem Amt zurück. (Bild: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein)

Gesenkten Hauptes: Julian Nagelsmann ist nicht mehr Bundestrainer. Er trat am Freitag von seinem Amt zurück. (Bild: 2026 Getty Images/Alexander Hassenstein)

„Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“ Nagelsmann bedankte sich bei den Fans und entschuldigte sich zum Abschied: „Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt.“

Nach dem Aus Nagelmanns nach 1015 Tagen im Amt, beginnt die Zukunft. Der DFB bestätigte bereits Gespräche mit Jürgen Klopp (59), dem Ex-Trainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und FC Liverpool und amtierenden Global Head of Soccer bei der Red Bull GmbH, der bei vielen Fans auf dem Wunschzettel als Nachfolger steht. Hitzlsperger sah das in seinem Statement kritisch. „Es ist nachvollziehbar, dass Jürgen Klopp der Top-Kandidat ist“, sagte Hitzlsperger, mahnte aber auch, der DFB sei „gut beraten, sich auch nach Alternativen umzusehen“.

Hoffnung vieler Fans: „Und jetzt noch der Merz ...“

Noch wichtiger sei nach seiner Ansicht, sich zu fragen, „was der DFB inhaltlich verändern muss. Was passiert nach dem Abgang von Andreas Rettig? Was passiert mit Rudi Völler?“ DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (63) hatte im Zuge des Nagelsmann-Rücktritts erklärt, zum Jahresende aus seinem Amt ausscheiden zu wollen. Die Situation von Sportdirektor Rudi Völler (66) scheint (noch) unumstritten.

Hitzlsperger empfahl dem DFB, die Zeit bis zu den nächsten Spielen der Nationalelf im Herbst „sinnvoll zu nutzen, um sich über Inhalte klar zu werden und erst dann Personalentscheidungen zu treffen“.

Bei Followern auf dem DFB-Instagram-Kanal waren die Meinungen zum Nagelsmann-Aus durchaus geteilt. Neben unzähligen Posts, in denen Nagelsmann für seine Arbeit, vor allem bei der Heim-EM 2024, gedankt wurde (“War nicht alles so schlecht wie es jetzt gemacht wird! Alles Gute Julian!“), gab es auch Kritik. „Das ist der größte Erfolg dieser Weltmeisterschaft für uns, beinah gleichzusetzen mit dem Titel“, höhnte ein Kommentator, ein anderer monierte: „Wenn dein oberstes Ziel der Erfolg der Mannschaft war, hätte er vielleicht besser nach Leistung aufstellen und nominieren sollen und nicht nach Sympathie.“

Manche sahen das Nagelsmann-Aus sogar nur als Anfang. Ein User schrieb: „Jetzt noch der Merz und dann sehe ich Licht am Ende des Tunnels.“ (tsch)