Nachdem Krawall-Prinzessin Ariel erstmalig Mumm gezeigt hatte und dem Team Sterne besorgt hatte, lässt sie sofort wieder der schlechten Laune freien Lauf.
„Kein Verbrecher ist“Ariel treibt Gil Ofarim im Dschungel zur Weißglut

Nach der Dschungelprüfung kommt es zum Streit zwischen Eva (links), Ariel und Gil. (Bild: RTL)
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Über was man sich alles aufregen kann! Ariel zettelt Wirbel um fehlende Handtücher und handfesten Streit um die Schlafplätze an. (Bild: RTL)
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Es ist ein Tag, der an den Nerven zerrt - und das, obwohl es sogar zwischenzeitlich wirklich leckeres Essen gibt, keine TV-Technikpannen die Übertragung aus dem fernen Australien stören und an dem für ein paar flüchtige Momente sogar so etwas wie Teamgeist rund ums Lagerfeuer zu herrschen scheint. Doch lang hält die Buschruhe natürlich nicht an: Ariel, die Krawalldiva aus der Schweiz, kehrt rasch wieder zu ihrer Paraderolle als Unruhestifterin zurück. Es gibt wieder allerlei auszusetzen an den Mitstreitern, am miefigen Dschungelalltag, an den Hygienebedingungen und an Gil Ofarim sowieso!

Auch Nicole Nicole Belstler-Boettcher hat eine kurze Lunte. Sie möchte nicht akzeptieren, dass Gil Ofarim weiterhin eisen zu den Skandal-Vorgängen in einem Leipziger Hotel schweigt. (Bild: RTL)
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Zunächst sind es noch die Nachwirkungen ihrer Dschungelprüfung mit der erstmalig durchaus vorzeigbaren Vier-Sterne-Ausbeute, die die 22-Jährige traumatisch belasten. Immerhin hat Ariel im „Dschungelprüfungs-Bähro“ unter viel Gekreische und Gefluche ja auch einigen Schmutz abbekommen. Und der scheint ihr immer noch buchstäblich zu stinken. Hinzu kommt der starke Schweißgeruch rund ums Camp-Feuer. Also gibt es für die junge Reality-Show-Absolventin zunächst nur ein Tagesziel: Waschen!
Ariel droht RTL: „Ich gehe, ich gehe jetzt raus“

Er bettelt um Ruhe - und um einen Hauch von Respekt. Mit seiner ruhigen Art kommt Gil bei vielen Mitcampern überraschend gut an. (Bild: RTL)
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Dumm nur, dass sich angeblich kein frisches Handtuch finden lässt. Ariel unterstellt mal wieder den Mitinsassen Übergriffe. Ihr Wasch-Frottee jedenfalls will sie plötzlich nicht mehr anrühren. Das habe irgendwer benutzt, Gott weiß, in welchen Körperritzen. Im Dschungeltelefon wird Ariel dann schnell ziemlich pampig. „Ich möchte sofort ein Handtuch, ansonsten packe ich und gehe. Ich sage das seit zwei Stunden, ich akzeptiere das nicht. Ich gehe, ich gehe jetzt raus“, sagt sie, tobt und schluchzt.

Hygiene-Zoff: Ariel möchte sich waschen, unterstellt allerdings den Mitcampern, dass sie sich an ihrem Handtuch vergriffen haben. (Bild: RTL)
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Und ihr Unmut steigt und steigt. „So lange braucht man nicht, um das zu organisieren“, faucht sie die Produktionsfirma an. „Ich möchte jetzt ein Handtuch, jetzt! Ich habe lange genug gewartet. Ich sage den Satz und gehe.“ Dann negiert sie kurioserweise auch etwas, das bislang niemand ihr unterstellt haben kann: „Ich bin kein Clown!“ Nein: Ariel ist eher eine Furie als eine Spaßmacherin.
Doch wie durch ein Wunder löst sich das Handtuchproblem: Ausgerechnet ihr Intimfeind Gil - nach freundlicher Nachfrage bei den Produktionsverantwortlichen - verteilt einen Korb frischer Handtücher ins Camp. „Anscheinend muss man für manche Dinge nur nett fragen. Dann geht das auch“, sagt er. Dass Ariel ihm bei solchen Weisheiten zuhört, darf man allerdings nicht erwarten.
Sturheit siegt - auch beim Bettenstreit

Sehnsüchtig erwartetes Essen: Weil Bauer Patrick auch einen Jagdschein hat und eine Ziegen-Keule fachgerecht zerlegen kann, gönnt sich die Dschungelgemeinde ein erstes kleines Festmahl. (Bild: RTL)
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Es riecht nicht gut im Camp: Umut kann das bestätigen. (Bild: RTL)
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Wenig später prallen Ariel und Gil dann schon wieder aufeinander - beim Bettenstreit. Die junge Dame will sich nämlich nicht auf die eingespielte, von allen vereinbarte Rotationslösung bei den Schlafgelegenheiten einlassen. „Ich bin jeden Tag in einer Prüfung und mache jede Nacht Nachtwache und möchte dann wenigstens in einem Bett schlafen“, sagt sie.

Das Trio Ariel, Gil und Eva muss zur Essenprüfung „Grill den Köppen“ antreten. (Bild: RTL)
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Allerdings meint nicht nur der Musiker. „Alle wechseln mal durch.“ Ariel schaltet auf stur - und legt beim Zicken eine Schippe nach. „Ich habe Bauchschmerzen, ich habe meine Tage, deshalb möchte ich einfach in meinem Bett schlafen.“ Kompromissbereitschaft? Kennt sie nicht! Oder wie Gil das ausdrückt: „Warum ist alles immer ein Problem, Ariel?“
Allerdings: Bei der Dschungelprüfung, zu der Ariel, Gil und Eva gemeinsam antreten müssen, wäre zumindest ein Hauch von Kooperationswilligkeit dringend erforderlich. Antreten muss das ungleiche Trio bei der improvisierten Sendung-in-der-Sendung, der die „Dschungelcamp“-Veranstalter den putzigen Namen „Grill den Köppen“ gegeben haben. Es ist: eine Essensprüfung, locker angelegt an den VOX-Showklassiker - nur jetzt eben mit Jan Köppen in der Rolle des hyperaktiv-hanseatischen TV-Kochs Steffen Henssler.

Auf ihrer Schatzsuche bekleckern sich die Chaos-Camper Umut und Nicole nicht gerade mit Ruhm. Dafür mit ekligen Flüssigkeiten. (Bild: RTL)
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Vorgesetzt bekommen Ariel, Gil und Eva ein deftiges Vier-Gänge-Menü. „Es ist nicht Nouvelle Cuisine, eher Hausmannskost nach Dschungelart“, erklärt Sonja Zietlow. Und das ist dann doch arg beschönigend ausgedrückt angesichts der Ekelschmaus-Verköstigung. Es gibt eine frei interpretierte „Currywurst“-Variante, bestehend aus Seegurke und Wasserbüffelniere, sowie „Königsberger Klopse“ aus Kamelhirn mit weißer Creme aus gekochtem Hirn und Mehlwürmern. Lecker!
Ein Hauch von Respekt - und dann schon wieder Zoff!

Erlösendes Nass: Ariel kühlt ihren Hitzkopf beim Duschen dann doch ein wenig ab. (Bild: RTL)
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Natürlich setzt automatisch lautes Stöhnen und Nölen ein. „Ich kann nicht. Ich muss kotzen. Widerlich“, klagt Ariel. Im Prüfungsverlauf rührt sie die Speisen so gut wie gar nicht an, sondern gibt nur Brechreiz-Geräusche von sich. Eva bemüht sich, kann aber keinen Stern erfuttern. Und Gil mampft und mampft. Er ist es schließlich auch, der den Mitcampern immerhin drei Belohnungen aus einer ziemlich taffen Prüfung sichert.
Kommt es nun zur dramatischen Wendung, einer Art Friedensschluss im Angesichts des Kulinarik-Horrors und von Gils stoischem Heroismus? Nicht ganz. Aber immerhin: „Respekt“ ringt sich Ariel dann doch für die Leistungen ihres Mitprüflings ab - allerdings garniert mit dem Zusatz: „Auch wenn ich Gil nicht mag.“
Der 43-Jährige kann nicht glauben, dass Ariel schon wieder gegen ihn giftet. Und im Nu ist der kurze Moment von Freundlichkeit wieder verfolgen. „Es war das erste Mal, dass ich positiv über dich spreche“, meint die Schweizerin noch. Doch Gil ist verärgert über die Ablehnung. „Kannst du's einfach gut sein lassen“, fordert er von Ariel. „Das ist Kindergarten.“
Doch einmal in Schwung, ist der Wut-Motor schon wieder am Rattern. Ariel rollt mit den Augen, dankt Gott in übersteigerter Selbstgerechtigkeit - und schießt grob gegen Gil. „Ich bin froh, dass in meiner Familie kein Verbrecher ist.“ Sympathiepunkte sammelt man so nicht gerade. Das Publikum verspürt weiter Freude daran, Ariel in die Enge zu treiben: Für die nächst anstehende Dschungelprüfung steht die Kandidatin dann schon wieder fest. Ariel natürlich. Es bleibt brisant. (tsch)

