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„Bares für Rares“-Expertin bremst Horst Lichter„Viel zu schön, um wahr zu sein“

„Ich mag Aquamarin“, bekennt der ZDF-Moderator, als ihm ein blauer Stein vorgelegt wird. „Mit Gold dabei - ein Träumchen.“

„Ich mag Aquamarin“, jubelt Horst Lichter. Wendela Horz muss jedoch ihn und das Verkäuferpaar enttäuschen. (Bild: ZDF)

„Ich mag Aquamarin“, jubelt Horst Lichter. Wendela Horz muss jedoch ihn und das Verkäuferpaar enttäuschen. (Bild: ZDF)

Wenn Schmuckexpertin Wendela Horz ein großer blauer Stein vorgelegt wird, wissen „Bares für Rares“-Kenner: Jetzt kann es kostspielig werden! „Ich mag Aquamarin“, jubelt Horst Lichter in der Mittwochsausgabe (28. Oktober) der ZDF-Trödelshow sofort. Und dann auch noch das: „Mit Gold dabei - ein Träumchen“, sagt der begeisterungsfähige Moderator mit dem imposanten Bart.

Mitgebracht haben den funkelnden, in Gold gefassten Anhänger Steffi und ihr Gatte Manni vom Müggelsee in Berlin. Das feine Stück befindet sich schon lange in Familienbesitz. Näheres dazu wissen die beiden Trödelshow-Gäste allerdings nicht.

Das Ehepaar wirkt recht aufgeregt - voller Vorfreude. Von sich selbst erzählt Manni, dass er im Straßenbau arbeitet, was offenbar oft kräfteraubende Arbeit ist. „Man drückt sich, wo man kann“, schmunzelt er.

„Die Farbe ist auch viel zu schön, um wahr zu sein“, meint die Expertin.  (Bild: ZDF)

„Die Farbe ist auch viel zu schön, um wahr zu sein“, meint die Expertin. (Bild: ZDF)

Dann erfährt Horst Lichter von seinen Besuchern eine Geschichte, die ihm sofort ans Herz geht - und den Stein fast vergessen lässt. Steffis und Mannis ganze Liebe gehört ihren beiden Eseln. „Ihr habt zwei Esel“, schwärmt der ZDF-Moderator. „Jetzt beneiden euch Millionen von Menschen.“ Auch Wendela Horz outet sich als Tierfreundin.

„Grüße an die Esel!“

Und der blaue Stein, der doch eigentlich ein von vielen Händlern so begehrter Aquamarin sein sollte? Da muss Wendela Horz ihren Chef ein wenig einbremsen. Es ist kein Aquamarin, sondern ein synthetischer Stein - ein sogenannter Spinell. „Die Farbe ist auch viel zu schön, um wahr zu sein“, meint die Expertin.

Natürlich dämpft dies die Erwartungen. Steffi und Manni bleiben auf dem Teppich: Sie erwarten sich jetzt nur noch 300 Euro für den Funkel-Anhänger. Wendela Horz bessert die Stimmung ein wenig auf: Sie schätzt den Spinell auf 500 bis 600 Euro. Und sie verabschiedet die beiden freundlich: „Grüße an die Esel!“

Im Händlerraum findet der Schmuckanhänger mit dem großen blauen Stein dennoch Anklang. Die Juwelierin Elke Velten ersteigert ihn für 600 Euro - das Doppelte von Steffis angepasstem Wunschpreis. „Und da kauft die Elke schnell - einen Spinell“, scherzt Händler Wolfgang Pauritsch. Und jetzt zurück in die Heimat, zu den Eseln! (tsch)