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„Wir hatten nur einen Versuch“„Bergretter“-Star Ströbel über seine echte Extremtour

Als „Bergretter“ ist Sebastian Ströbel bald wieder im ZDF im Einsatz. Doch auch privat stellt sich der Schauspieler extremen Herausforderungen.

In den neuen Folgen der ZDF-Serie „Die Bergretter“ spielt Sebastian Ströbel wieder die Hauptrolle des Markus Kofler. (Bild: ZDF/Sabine Finger Fotografie)

In den neuen Folgen der ZDF-Serie „Die Bergretter“ spielt Sebastian Ströbel wieder die Hauptrolle des Markus Kofler. (Bild: ZDF/Sabine Finger Fotografie)

Schauspieler Sebastian Ströbel (49) kennt als „Bergretter“ die Herausforderungen der Alpen. Doch bei einem ganz besonderen Abenteuer kam auch der Naturfreund an seine Grenzen. Für die Dokureihe „Terra X“ wagte er sich auf den Huayna Potosí in den Anden. Der Berg in Bolivien forderte ihn nicht nur körperlich, sondern vor allem mental. Anlässlich des Starts der 18. Staffel der ZDF-Serie „Die Bergretter“ (neue Folgen ab 29. Oktober, 20.15 Uhr) erzählt Ströbel im Interview mit der Agentur teleschau, wie er den anspruchsvollen Aufstieg erlebt hat.

„Das Schwierigste war wirklich die mentale Stärke“, erklärt Ströbel im Gespräch. Dass er sich einmal an einen 6.000er wagen würde, hätte er sich lange Zeit selbst nicht vorstellen können. Aber als man ihm dann „das Projekt auf dem Serviertablett reichte“, sei er „gierig“ geworden. Dabei sei er eigentlich kein Gipfelstürmer. Jedoch: „Wenn dann alle Augen auf einen gerichtet sind, will man es natürlich schaffen“, verrät er im Gespräch. Trotz aller Anstrengungen sei der Weg nach oben „unbeschreiblich schön“ und das „Filetstück“ der Doku gewesen.

„Um Mitternacht stapften wir los“

Doch so beeindruckend die Bergwelt auch war, ganz ohne Unsicherheit ging es nicht. Würde das Wetter halten? War die Akklimatisierung ausreichend? Gerade in dieser Höhe können die Bedingungen schnell zur Herausforderung werden. Hinzu kam ein entscheidender Faktor: „Wir hatten nur einen Versuch, um hochzukommen. Um Mitternacht stapften wir los, mit Steigeisen in der Seilschaft, über den Gletscher - irre, wenn man im Schein seiner Stirnlampe schweigend den Berg hochgeht.“

Das Zeitfenster für den Aufstieg sei knapp bemessen gewesen. Sobald die Sonne schien, sei es wegen der Lawinengefahr zu gefährlich geworden. Gleichzeitig habe das Team nicht nur den anspruchsvollen Weg bewältigen müssen, sondern auch die Dreharbeiten stemmen, erklärt Ströbel im Interview. Nebenher zu drehen, zu gehen und O-Töne aufzunehmen, sei für alle Beteiligten eine große Herausforderung gewesen. (tsch)