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„Feind in unseren eigenen Betten“Carolin Kebekus macht mit „WUT“ auf Sexismus aufmerksam

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Komikerin Carolin Kebekus bei der Buch-Premiere von 8000 Arten, als Mutter zu versagen im Gloria Theater.

Carolin Kebekus hat zusammen mit Lady Bitch Ray den Song WUT veröffentlicht. (Archivfoto)

Gemeinsam mit Lady Bitch Ray, Ebow und Mariybu entfacht die Kölnerin mit ihrem neuen Song „WUT“ ein feministisches Statement.

Carolin Kebekus hat mit ihrer neuen Single „WUT“ wieder einen Treffer gelandet. In der aktuellen Folge ihrer ARD-Show „Die Carolin Kebekus Show“ präsentierte die Kölner Komikerin und Moderatorin einen kraftvollen neuen Song mit dem Titel „WUT“.

Zusammen mit den Rapperinnen und Aktivistinnen Lady Bitch Ray, Ebow und Mariybu sowie rund hundert Frauen auf der Bühne performt sie eine emotionale Hymne auf die weibliche Wut – und trifft damit mitten ins Herz der Debatte.

Carolin Kebekus’ „WUT“-Hymne geht viral

Der Refrain „Es sind nicht alle Männer, aber es ist immer ein Mann … Laut werden, Zeichen setzen – es ist an der Zeit!“ geht ins Ohr und ist bereits jetzt ein viraler Hit. In der Sendung erklärt Kebekus pointiert, wie Mädchen schon als Kinder lernen, ihre Wut zu unterdrücken, und warum sich die Diskussionen über Gewalt gegen Frauen, Sexismus und Alltagsmisogynie immer wieder in denselben Schleifen drehen.

Der neue Song trifft auf große Begeisterung – gleichzeitig auch einen Nerv. Über 83.000 Likes und Tausende Kommentare wie „starker Text und Song“, „Gänsehaut pur“ oder „Endlich sagt’s mal jemand“ zeigen, wie gut das Stück ankommt. Viele Nutzerinnen schreiben, der Song liefere ihnen genau die Worte, die ihnen selbst fehlten.

Erst Mitte der Woche hatte sich die 45-Jährige zum Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen geäußert. „Mir fällt doch auf, dass sich viele Männer jetzt damit auseinandersetzen“, sagte die beliebte Entertainerin.

Caroline Kebekus bezieht Stellung zum Fall Collien Fernandes

„Sie machen sich Gedanken dazu, was sie anders machen können, oder kommen von selbst darauf zu sprechen, dass das vielleicht auch etwas mit Strukturen zu tun haben könnte. Mit Frauen, die aus verschiedensten Gründen in toxischen Beziehungen leben müssen. Okay, ich spreche jetzt nur über mein persönliches Umfeld – im Netz spielt sich gerade was ganz anderes ab. Aber ich denke schon, dass da jetzt auch positiv was ins Rollen gebracht worden ist.“

Die aktuelle Debatte über digitale Gewalt wurde durch schwerwiegende Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, ausgelöst. Erstmals berichtet hatte darüber der „Spiegel”.

Fernandes wirft Ulmen vor, unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt und darüber pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte unterdessen an, rechtliche Schritte gegen die „initiale Berichterstattung” des „Spiegel” einzuleiten. (mbr)