Die Musik-Ikone bekommt bei der Preisverleihung in Los Angeles eine Ehrenauszeichnung - und sorgt danach für Verwirrung.
Bei den GrammysCher liefert verwirrten Auftritt ab – Moderator muss eingreifen

Cher bei den Grammys.
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Cher hat für ein chaotisches Finale bei den Grammys gesorgt, als sie den „Grammy Lifetime Achievement Award” entgegennahm. Dabei machte die Musik-Ikone bei der Preisverleihung einen verwirrten und verstreuten Eindruck. Auch ihr Dress, ein zerfetztes Lederkleid, sorgte für Aufsehen.
Die 79-Jährige nahm bei der Gala in Los Angeles eine Ehren-Auszeichnung entgegen und hielt dann eine kurze Dankesrede. Anschließend sollte sie die Auszeichnung für die beste Aufnahme des Jahres überreichen, machte sich aber daran, die Bühne plötzlich zu verlassen.
Cher flüchtet plötzlich von Bühne in Los Angeles
Die Verwirrung bei den Grammys war anschließend groß. Moderator Trevor Noah griff ein und bat sie darum, zu bleiben. Er informierte den Superstar darüber, dass sie den Preis für das „Album des Jahres” überreichen sollte. „Könnten Sie, bevor Sie gehen, noch die Nominierten bekannt geben?“, fragte der Moderator, woraufhin das Publikum in Gelächter ausbrach.
Nachdem ein Video mit den Nominierungen gezeigt worden war, begann Cher, den Gewinner vorzulesen, doch dann verstummte sie plötzlich. Dann murmelte sie, dass ihr gesagt worden sei, der Gewinner würde auf dem Teleprompter stehen. Während das Publikum lachte, fummelte sie an ihrem Umschlag herum.

Cher erschien mit einem zerfetzten Kleid bei den „Grammys“.
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Dann öffnete sie den Umschlag mit dem Namen des Gewinners - und sagte: „Der Grammy geht an Luther Vandross.“ Anschließend korrigierte sie sich: „Der Grammy geht an Kendrick Lamar.“ Der Musiker Luther Vandross ist bereits 2005 gestorben. Rapper Lamar hat seinen Song „luther“, für den er den nun gemeinsam mit der Sängerin SZA einen Grammy bekam, nach Vandross benannt und einen Teil von dessen Musik dafür benutzt.
Die Grammys gehören zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt und wurden in diesem Jahr zum 68. Mal verliehen. Über die Preisträger entscheiden rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy. (mbr)


