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Danger Dan rührt Ina Müller und ihre Gäste zu Tränen„Spinnst du?!“

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Danger Dan performte bei „Inas Nacht“ seinen neuen Song „Dass es hier so schön ist“. (Bild: NDR/ARD/Morris Mac Matzen)

Danger Dan performte bei „Inas Nacht“ seinen neuen Song „Dass es hier so schön ist“. (Bild: NDR/ARD/Morris Mac Matzen)

Danger Dan leidet an einer unheilbaren Augenerkrankung. Als er am Donnerstagabend in der ARD-Show „Inas Nacht“ einen Song über sein schwindendes Sehvermögen präsentierte, konnten Ina Müller und ihre prominenten Gäste die Tränen kaum noch zurückhalten.

„Wir hören ein sehr schönes, sehr trauriges Lied“, kündigte Ina Müller am Donnerstagabend in ihrem ARD-Kneipentalk an. „Und ich hoffe, dass jetzt nicht schon wieder mir die Wimpern abploppen, weil es sehr ergreifend ist, aber auch ganz toll.“ Als musikalischer „Inas Nacht“-Gast geladen war Danger Dan, der seinen erst kürzlich erschienen Song „Dass es hier so schön ist“ performte - zur Rührung der Moderatorin, aber auch ihrer prominenten Gäste.

Danger Dan leidet unter einer erblichen Augenerkrankung, die sein Sehvermögen schwinden lässt. Das machte der 43-Jährige in seinem nun bei „Inas Nacht“ dargebotenen Lied erstmalig publik. In dem Stück thematisiert der Sänger zur Klavierbegleitung eine lebensverändernde Diagnose. Der Song beginnt mit den Zeilen: „Ich seh' noch alles vor mir, hör' wie der Arzt mir sagte: Von dieser Krankheit wird man blind.“

Annette Frier: „Weißt du eigentlich, wie lange wir in der Maske gesessen haben?“

Der Antilopen-Gang-Rapper, der bürgerlich Daniel Pongratz heißt, erklärte Mitte August in einem Newsletter zur Single-Veröffentlichung: „Ich leide an der seltenen Augenerkrankung Retinitis pigmentosa, bei der mein Sehvermögen nach und nach verloren geht.“ Ein genauer Verlauf sei schwer zu prognostizieren. Bei der erblich bedingten Krankheit kommt es zu einer schleichenden Zerstörung der Netzhaut. Typische Folgen sind Nachtblindheit, ein sich verengendes Sichtfeld und im weiteren Verlauf ein Sehverlust auch im Zentrum des Sichtfeldes. Die Erkrankung gilt in der Regel als nicht heilbar.

Als Danger Dan sein Lied nun in der Kneipe „Zum Schellfischposten“ zum Besten gab, blieb kaum ein Auge trocken. „Bist du bekloppt?“, fragte Komikerin Annette Frier den Musiker nach seinem Auftritt. „Jetzt sind wir am Knatschen, spinnst du?!“ Es sei eine „absolute Frechheit“, dass sie nun mit den Tränen zu kämpfen habe, ereiferte sich die 52-Jährige scherzhaft: „Weißt du eigentlich, wie lange wir in der Maske gesessen haben?“

Auch Annette Friers Schwester, die Schauspielerin Carolin Firer, sowie Ina Müller waren sichtlich bewegt. „Das war schon beim letzten Album so mit so Songs“, erklärte die Gastgeberin. „Und ich weiß nicht, welche Knöpfe du drückst. Ist das schön.“

Kontroverse um Danger-Dan-Song schlug im Juli hohe Wellen

„Dass es hier so schön ist“ ist Teil des neuen Danger-Dan-Albums „Keine Angst“, das am 2. Oktober erscheint. Um den Titel-Track hatte es zuletzt viel Aufregung gegeben. Eigentlich hätte der Musiker den Song im Juli in der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ aufführen sollen. Dann wurde er auf Intervention der Intendanz kurzfristig ausgeladen.

Nach Ansicht von ZDF-Intendant Norbert Himmler habe man es „unzweifelhaft mit einer Gebrauchsanweisung zum linken, gewaltbereiten Widerstand zu tun, der in 'freundlichen Grüße' an linksextreme, zum Teil rechtskräftig verurteilte Gewalttäter mündet“. Über diesen Vorgang brach eine kontrovers geführte öffentliche Debatte aus.

„Inas Nacht“ gibt es immer donnerstags um 22.50 Uhr im Ersten sowie bereits vorab in der ARD Mediathek zu sehen. (tsch)