Gerade hatte Daniel Günther über sein lädiertes Knie gesprochen - da kam Ina Müller Zweisamkeit auf dem „Bärenfell“ in den Sinn. Als die „Inas Nacht“-Moderatorin die nüchterne Replik des Politikers vernahm, war es um sie geschehen.
Daniel Günther antwortet knochentrocken auf schlüpfrige Frage - Ina Müller prustet los

Daniel Günther hatte bei Ina Müller auch auf unkonventionelle Fragen eine passende Antwort. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
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Gleiches Recht für alle Politik-Gäste: Vor zwei Jahren durfte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei „Inas Nacht“ die Frage nach einem möglichen Tattoo im Intimbereich anhören. Seinem schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther ging es bei Kneipenshow-Moderatorin Ina Müller in der am Donnerstag (8. Oktober) ausgestrahlten Folge nicht anders. Seine Antwort brachte die Gastgeberin allerdings völlig aus der Fassung.
Dabei war das Gespräch im Hamburger Schellfischposten eigentlich bei einem unverfänglichen Thema angelangt. Günther, seit 2017 Regierungschef in Schleswig-Holstein, hatte gerade über seine Handballerfolge als Jugendlicher gesprochen und über seine mehrfach herausgesprungene Kniescheibe. Das Knie, sagte er, sei in der Folge operiert worden. Ina Müller kam bei den sportmedizinischen Ausführungen schlagartig die Ehepartnerin des CDU-Politikers in den Sinn.

Daniel Günther sang mit Ina Müller den Matthias-Reim-Hit „Verdammt ich lieb dich“ im Duett. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
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„Wie ist Sex auf dem Bärenfell vorm Kamin mit Anke?“, fragte die 61-Jährige reichlich unvermittelt. Ihr Gast ließ sich nicht den Hauch einer Irritation anmerken und antwortete nüchtern: „Das ist tatsächlich echt ein Problem ...“ Ina Müller vermochte nicht mehr an sich zu halten. „Ich mag das so!“, rief sie unter Lachtränen in den Applaus des Kneipen-Publikums: „Man kann nicht alles haben im Leben!“
Daniel Günther erklärt, warum seine Koalition nicht öffentlich streitet
Zuvor hatten sich der 53-Jährige und die Moderatorin unter anderem auch über Politik unterhalten. „Berlin ist einfach anders. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich mit der Art und Weise, wie da Politik gemacht wird, wirklich fremdele“, erklärte Günther seine fehlenden Ambitionen, Friedrich Merz als Kanzler nachzufolgen.
Dann erklärte er die Prinzipien des schwarz-grünen Regierungsbündnisses in Schleswig-Holstein: „Wir regieren zusammen. Wir reden nicht öffentlich schlecht übereinander. Wir streiten uns nicht in der Öffentlichkeit, sondern wir regeln die Dinge in einer Regierung untereinander.“ Das funktioniere ohne Ausnahme immer.
Jeden Montag treffe man sich um 16 Uhr in der Koalitionsrunde, fuhr Günther fort. „Es gibt keine Frage, die danach nicht geklärt ist, damit wir danach von Dienstag bis Sonntag gute Laune haben, Lust haben, das Land zu regieren.“ In Berlin, glaubt Günther, würde so etwas auch funktionieren, „wenn man es von Anfang an konsequent macht“. Auch könne man es der Bevölkerung erklären, warum es nötig sei, „dass Politik geschützte Räume braucht“. (tsch)