„Verflucht normal“, „Passenger“ und die erste Staffel von „Marshals: A Yellowstone Story“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
Die Lebensgeschichte des Tourette-Aufklärers John DavidsonDas sind die DVD-Highlights der Woche

John Davidson (Robert Aramayo) leidet an Tourette, einer Krankheit, die in den 1980-ern und 1990-ern nur wenige kennen. Dottie Achenbach (Maxine Peake) ist eine der wenigen Menschen, die ihm helfen wollen. (Bild: Leonine/Wild Bunch Germany/Graeme Hunter)
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Robert Aramayo wurde für seine Rolle in „Verflucht normal“ bei den BAFTA-Awards als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. (Bild: Leonine)
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Wenn heute vom Tourette-Syndrom die Rede ist, wissen die allermeisten Menschen, worum es geht. Nicht zuletzt in den Medien wurde in diesem Punkt in den letzten Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet. Manche Menschen mit Tourette wurden durch den offenen, unbeschwerten Umgang mit der eigenen Krankheit auch schon zu Socia-Media-Stars. Ganz anders in den 70er- und 80er-Jahren. Das Biopic „Verflucht normal“ (im Original: „I Swear“) erzählt von John Davidson, ein Tourette-Patient und heutiger Aktivist, der in Großbritannien dank einer BBC-Dokumentation schon in den späten 80er-Jahren zu einiger Bekanntheit kam. Nun erscheint der Film ebenso wie der Horrorfilm „Passenger“ und die erste Staffel des „Yellowstone“-Ablegers „Marshals: A Yellowstone Story“ auf DVD und Blu-ray.
„Verflucht normal“ (VÖ: 11. September)

Maddie (Lou Llobel) und Tyler (Jacob Scipio) entdecken merkwürdige Kratzspuren auf der Außenseite ihres Wagens. (Bild: Leonine/2026 Paramount Pictures)
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Kirk Jones hat das Leben von John Davidson für seinen Film „Verflucht normal“ stellenweise dramatisiert und fiktionalisiert, wie er selbst einräumt, seine Filmbiografie sei aber trotzdem zu „98 Prozent authentisch“. Viele Szenen basieren auf Schilderungen, die Jones aus erster Hand bei Davidson einholte. Den Anfang nimmt alles, als John (in der jungen Version Scott Ellis Watson, später Robert Aramayo) in den 80-ern plötzlich seltsame Anfälle hat. Niemand kann sie erklären, doch die Aussetzer wirken sich drastisch auf das Leben des Jungen aus - in der Schule, aber auch zu Hause. Es ist der Beginn einer jahrelangen Odyssee, die „Verflucht normal“ sehr gekonnt nacherzählt. Das erste Filmstudio, bei dem Regisseur und Autor Kirk Jones mit seinem geplanten Projekt vorstellig wurde, soll abgelehnt haben - angeblich, weil in der Geschichte zu viel geflucht werde. Aber ohne das Fluchen ginge es hier wohl wirklich nicht. Bei den BAFTA-Awards wurde Robert Aramayo als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Preis DVD: circa 15 Euro

Der norwegische Regisseur André Øvredal machte sich in der Vergangenheit durch Horrorfilme wie „Trollhunter“ und „Scary Stories to Tell in the Dark“ einen Namen. Für „Passenger“ arbeitete er nun mit den Autoren T.W. Burgess und Zachary Donohue zusammen. (Bild: Leonine/2026 Paramount Pictures)
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GB, 2025, Regie: Kirk Jones, Laufzeit: 115 Minuten
„Passenger“ (VÖ: 11. September)

Kayce Dutton (Luke Grimes, links) wird von seinem Kumpel Calvin (Logan Marshall-Green) überredet, als Marshal zu arbeiten. (Bild: Leonine/2025 CBS Broadcasting Inc.)
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„Letztes Jahr haben über 130 Millionen Menschen einen Roadtrip gemacht“, behauptet der Trailer zu André Øvredals neuem Film „Passenger“. 15.400 dieser Reisenden wurden angeblich „nie wieder gesehen“. Dass diese Zahlen korrekt sind, darf bezweifelt werden. Bei einigen Asphalt-Abenteurern wird beim nächsten Mal aber vielleicht doch ein wenig die Angst mitfahren, wenn sie diesen Grusel-Schocker gesehen haben. Was also steckt dahinter, wenn Menschen zu einem Roadtrip aufbrechen und dann für immer verschwinden? Bei einigen ist es wohl der titelgebende „Passenger“, der sich irgendwann auch an die Fersen von Tyler (Jacob Scipio) und Maddie (Lou Llobell) heftet. Das Pärchen aus New York ist mit seinem ausgebauten Camper gerade in ein aufregendes neues Aussteiger-Leben fernab des Großstadt-Trubels gestartet. Eines Nachts werden sie dann Zeugen eines Unfalls, und damit geht der Albtraum los. Irgendetwas verfolgt sie, etwas „Dämonisches“, das sich einfach nicht abschütteln lässt, denn: „Niemand entkommt dem Passenger.“
Preis Blu-ray: circa 18 Euro

„Marshals: A Yellowstone Story“ ist ein Spin-off der Dutton-Saga. (Bild: Leonine)
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US, 2026, Regie: André Øvredal, Laufzeit: 94 Minuten
„Marshals: A Yellowstone Story“, Staffel eins (VÖ: 11. September)
Die 13-teilige erste Staffel der Serie „Marshals: A Yellowstone Story“ knüpft an die Ereignisse aus „Yellowstone“ an. Montanas größte Ranch ist verkauft, das Broken-Rock-Reservat trägt jetzt Verantwortung. Doch die Duttons haben in mehr als hundert Jahren Spuren hinterlassen - in der (gewohnt grandios fotografierten) Landschaft und bei den Menschen. Einer, der sich immer von seiner Familie distanzieren wollte, steht nun im Mittelpunkt: Kayce Dutton (Luke Grimes) will eigentlich nur ein Stück Land bewirtschaften und dem Fluch seiner Familie entkommen. Doch ein alter Navy-SEAL-Kamerad, Calvin (Logan Marshall-Green), holt ihn in sein Team von US-Marshals. Kayce kennt das Land und die Leute, er hat einen starken Gerechtigkeitssinn - und einen lange unterdrückten Killerinstinkt. Fortan ist er hin- und hergerissen zwischen zwei Welten: der ersehnten Ruhe auf seiner kleinen Ranch und dem Job bei den Marshals. Gleich bei seinem ersten Einsatz wird er Zeuge eines Bombenattentats, bei dem Thomas Rainwater (Gil Birmingham) schwer verletzt wird. Der Anschlag steht im Zusammenhang mit einer geplanten Mine für seltene Erden am Fluss durch Broken Rock: Die Bewohner fürchten verseuchtes Wasser und einen Anstieg an Krebsfällen - und sie wehren sich. Eine zweite Staffel ist für Herbst angekündigt.
Preis DVD: circa 25 Euro
US, 2026, Regie: Greg Yaitanes, Laufzeit: 530 Minuten (tsch)