Torge Oelrich alias Freshtorge zählt zu den ersten großen YouTube-Stars Deutschlands. Heute, glaubt der 38-Jährige, wäre es allerdings nicht mehr so einfach, auf der Plattform bekannt zu werden.
„Die Masse ist riesig“Freshtorge erklärt, warum junge Creator es heute schwerer haben

YouTuber Freshtorge alias Torge Oelrich glaubt, dass es heute nicht mehr so leicht ist, auf der Plattform bekannt zu werden, wie er im Interview erklärt. (Bild: 2017 Getty Images/Andreas Rentz)
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Früher wollten Kinder Astronaut oder Ärztin werden, heute heißt es auch mal: „Ich will Influencer oder YouTuber werden!“ Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie es scheint, weiß Torge Oelrich. Als „Freshtorge“ zählt er seit 20 Jahren zu den größten Stars in Deutschland auf der Plattform. Mittlerweile arbeitet der YouTuber nicht mehr nur auf Social Media, sondern auch im linearen Fernsehen. Mit „Terrain - Battle of the Flags“ startet bei ZDFneo nun seine eigene Strategieshow.
„Die Masse ist riesig, und vieles wurde schon gemacht“, sagt der inzwischen 38-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschauüber den Aufmerksamkeitswettbewerb auf Social Media. Als er mit YouTube anfing, sei es „deutlich leichter“ gewesen, Aufmerksamkeit zu bekommen, erinnert sich Oelrich. „Es gab vielleicht 10, 15 oder 20 bekannte Leute und im Comedy-Bereich kaum Konkurrenz. Heute ist es meiner Meinung nach deutlich schwieriger, bekannt zu werden“, glaubt er. Andererseits sei es auch für ihn damals nicht unbedingt leicht gewesen, „weil es weder Vorbilder noch Tutorials gab“, erklärt der 38-Jährige. „Ich musste mir alles selbst beibringen. Wie funktioniert ein Schnittprogramm? Wie bekommt man einen guten Ton hin? Ich musste entsprechend kreativ sein.“
„Die Videos waren nicht perfekt, und die Leute auf dem Sofa vor der Kamera auch nicht“
Inzwischen habe sich die ganze Branche professionalisiert. Es gibt nicht nur Anleitungen für Videoschnitt und -ton, sondern auch dafür, wie man sich eine eigene Community aufbaut. Die Qualität der Inhalte sei dadurch immer besser geworden, „aber früher war alles noch mehr 'hausgemacht', würde ich sagen, einfach nahbarer. Die Videos waren nicht perfekt, und die Leute auf dem Sofa vor der Kamera auch nicht“, kommentiert Oelrich die Entwicklung.
Heute wie damals gilt: „Am Ende ist es vor allem viel Arbeit: lange Tage, manchmal lange Nächte“, macht der 37-Jährige klar. „Bei manchen jüngeren Kolleginnen und Kollegen vermisse ich gelegentlich Tugenden wie Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß“, kritisiert er. „Wer das langfristig als Beruf machen möchte, muss professionell herangehen und auch mal Dinge machen, auf die man gerade weniger Lust hat.“
„Terrain - Battle of the Flags“ ist ab Donnerstag, 24. September, um 23.45 Uhr, wöchentlich bei ZDFneo und in der ZDF-Mediathek zu sehen. (tsch)