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Ein „notwendiger“ SchrittHans Sigl brach den Kontakt zu seinen Eltern ab

Hans Sigls Eltern leben nicht mehr. Von ihnen „verabschiedet“ hat sich der „Bergdoktor“-Star jedoch schon zu Lebzeiten, wie er nun in einem Interview ausführte.

„Bergdoktor“-Star Hans Sigl hat in einem Interview über das schwierige Verhältnis zu seinen inzwischen verstorbenen Eltern gesprochen. (Bild: 2025 Getty Images/Gerald Matzka)

„Bergdoktor“-Star Hans Sigl hat in einem Interview über das schwierige Verhältnis zu seinen inzwischen verstorbenen Eltern gesprochen. (Bild: 2025 Getty Images/Gerald Matzka)

„Ich habe nicht mit ihnen gebrochen, sondern mich von ihnen verabschiedet“, stellt Hans Sigl in Bezug auf seine Eltern klar. Im Interview mit dem „Stern“ erklärte der Schauspieler nun, weshalb er „zu einer Zeit, in der das notwendig war“, den Kontakt eingestellt habe. Damals sei ihm klar geworden: „Ich muss meinen Weg anders gehen und aus diesem System aussteigen.“

Zu einem Kontaktabbruch komme es nie grundlos, wie Sigl ausführte: „Wenn jemandem eine Beziehung nicht guttut, kann und darf man sich davon lösen. Wichtig ist, nicht im Zorn zu gehen, sondern versöhnt sagen zu können: Das ist nicht gut für dich und nicht gut für mich.“ Auch er selbst hege keinen Groll, betonte der 57-Jährige: „Beide sind inzwischen verstorben, aber wenn ich an sie denke, habe ich ein großes, warmes Gefühl in meinem Herzen.“

Hans Sigl über seine Rolle als Vater: „In meiner Welt war ich grandios und sensationell“

Bereits in der Vergangenheit hatte der Schauspieler offen über sein kompliziertes Verhältnis zu seinen Eltern gesprochen. Beide trennten sich, als Sigl zehn Jahre alt war. Danach habe er versucht, als „Bindeglied“ zwischen Mutter und Vater zu vermitteln, offenbarte er 2024 im Podcast „Hotel Matze“. Als 30-Jähriger habe sich Hans Sigl schließlich entschlossen, keinen weiteren Kontakt mehr zu suchen: „Ich habe gesagt, mit großer Dankbarkeit und Demut: Ich bedanke mich für mein Leben mit euch.“

Er selbst habe wiederum versucht, „ein lustiger, kein strenger, traditioneller Vater“ zu sein - mit Erfolg, wie er im „Stern“-Interview vermutet. „In meiner Welt war ich grandios und sensationell.“ Gleichwohl gesteht Sigl seinen Kindern zu, dies möglicherweise anders zu sehen. „Die Kinder sind nicht dazu da, ihren Eltern zu bestätigen, wie toll sie waren. Man muss auch bereit sein, zu hören, was für sie nicht gut war“, findet der TV-Star. „Deshalb mein Appell, auch an mich selbst: Nicht aufhören, miteinander zu reden. Niemals.“ (tsch)