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Eines der schönsten Filmmusicals aller Zeiten läuft heute im Free-TV

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So schön kann Hollywood sein: Emma Stone und Ryan Gosling dürfen sich im Filmmusical „La La Land“ in nostalgischen Bildern ineinander verlieben. Der RBB zeigt den modernen Genre-Klassiker am 1. Oktober um 20.15 Uhr. (Bild: Studiocanal GmbH/ Dale Robinette)

So schön kann Hollywood sein: Emma Stone und Ryan Gosling dürfen sich im Filmmusical „La La Land“ in nostalgischen Bildern ineinander verlieben. Der RBB zeigt den modernen Genre-Klassiker am 1. Oktober um 20.15 Uhr. (Bild: Studiocanal GmbH/ Dale Robinette)

Sechs Oscars, sieben Golden Globes: In der charmanten Musical-Romanze „La La Land“ feiern Ryan Gosling und Emma Stone das Kino, den Jazz und längst vergessene Fabelhaftigkeiten der Traumfabrik.

Emma Stone und Ryan Gosling tanzen sich in „La La Land“ die Seele aus dem Leib. Technisch nicht so perfekt wie Ginger Rogers und Fred Astaire, aber mit demselben Herzblut. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Emma Stone und Ryan Gosling tanzen sich in „La La Land“ die Seele aus dem Leib. Technisch nicht so perfekt wie Ginger Rogers und Fred Astaire, aber mit demselben Herzblut. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Lieben und leiden in Hollywood: Mia (Emma Stone) und Seb (Ryan Gosling) haben große Träume. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Lieben und leiden in Hollywood: Mia (Emma Stone) und Seb (Ryan Gosling) haben große Träume. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Eins vorweg: Es gibt kein Happy End in Damien Chazelles „La La Land“ (2016). Gleichwohl ist die Hoffnung in seinem furiosen Filmmusical über ein Liebespaar in der Traumfabrik erlaubt. Hier liegen Glück und Traurigkeit eng beieinander, und es werden mit verschwenderischer Kraft die ganz großen Träume geträumt. Unter anderem sechs Oscars und sieben Golden Globes räumte die Musical-Romanze, die der RBB am 1. Oktober um 20.15 Uhr wiederholt, in der Awardsaison 2017 ab, und auch das Publikum ließ sich von der Begeisterung anstecken: Allein in Deutschland wurden über eineinhalb Millionen Kinotickets für das Sensationswerk gelöst.

Alle Sehnsüchte, alle Enttäuschungen, alle Hoffnungen: In Emma Stone kann man sich nur verlieben. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Alle Sehnsüchte, alle Enttäuschungen, alle Hoffnungen: In Emma Stone kann man sich nur verlieben. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Satte Technicolor-Farben, sorgfältig arrangierte Studiokulissen, Verweise auf Klassiker wie „Casablanca“ und umwerfende „Bigger Than Life“-Choreographien: „La La Land“ feiert in sympathischer Altmodischkeit das Kino von einst. Doch ist dieser Film mitnichten eine verklärte Rückbesinnung auf die Zeit, in der Hollywood mehr einfiel als Eventmovies, Superheldenfilme und Sequels. Damien Chazelle (“Whiplash“) ist klug genug, auch das Morgen im Blick zu haben und das Jetzt nicht zu vergessen, in dem sich der Pianist Sebastian (Ryan Gosling) und die angehende Schauspielerin Mia (Emma Stone, Oscar als beste Hauptdarstellerin) immer wieder treffen.

Hommage ans Kino und den Jazz

Ryan Gosling macht den Jazz-Pianisten Sebastian zu einem Vintage-Mann von arroganter Lässigkeit. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Ryan Gosling macht den Jazz-Pianisten Sebastian zu einem Vintage-Mann von arroganter Lässigkeit. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Ein alter Schulfreund (John Legend, Mitte) bietet Seb (Ryan Gosling) einen Job in seiner Band an. Der Pianist lehnt ihn vor seiner Freundin Mia (Emma Stone) ab, später geht er aber doch auf Tournee. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Ein alter Schulfreund (John Legend, Mitte) bietet Seb (Ryan Gosling) einen Job in seiner Band an. Der Pianist lehnt ihn vor seiner Freundin Mia (Emma Stone) ab, später geht er aber doch auf Tournee. (Bild: Studiocanal / Dale Robinette)

Gemeinsam erleben die beiden eine hinreißende Romanze, jedoch eine ohne Zukunft: Denn was sie antreibt im Leben, ist vor allem ihre Liebe zur Kunst. Für wen funkeln die Lichter der City Of Stars eigentlich, fragt der grandiose Titelsong. In einer Stadt, in der alles angebetet wird und nichts einen Wert hat, wie Sebastian so weise feststellt. Er hängt dem Jazz nach, wie er früher einmal war: Heute gibt es in den berühmten Clubs von damals Salsa und Tapas.

„La La Land“ ist auch eine nachdenkliche Reflexion über das Kino, über den Jazz, über ihre Gemeinsamkeiten und die Notwendigkeit von Veränderungen, die vor Seb und Mia nicht haltmachen. Im Planetarium aus „...denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean fliegen sie zu den Sternen, und für einen kurzen Moment ist alles so, wie es sein muss. Glück und Traurigkeit liegen eng beieinander. Diese Erkenntnis ist dann doch irgendwie ein Happy End. Man kann sich regelrecht verlieren in diesem berauschenden Film. (tsch)