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Eklat um PressezugangTrump schließt Medien bei „Melania“-Premiere aus

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US-Präsident Donald Trump gestikuliert vor der Premiere des Films „Melania“ von First Lady Melania Trump im John F. Kennedy Memorial Center For The Performing Arts.

US-Präsident Donald Trump gestikuliert vor der Premiere des Films „Melania“ von First Lady Melania Trump im John F. Kennedy Memorial Center For The Performing Arts.

Amazon hat große Medien von der Premiere der „Melania“-Doku ausgeschlossen. Nur ein als rechtsgerichtet geltender Sender durfte hinein.

Eine ungewöhnliche Situation ereignete sich laut einem Bericht von „Variety“ am Donnerstag (29. Januar 2025) im Trump Kennedy Center in Washington. Auf dem roten Teppich war unklar, ob Reporter und Reporterinnen zur Vorführung der Amazon-MGM-Dokumentation „Melania“ zugelassen würden. Gegen 18.30 Uhr wurde klar, dass bedeutende Medienhäuser wie „The New York Times“, „The Washington Post“, AP und „Vanity Fair“ keinen Zutritt erhielten. Lediglich ein Team des Senders One America News, der als rechtsgerichtet gilt, durfte die Premiere besuchen.

Hohe Kosten für „Melania“-Doku und Berichte über leere Kinosäle

First Lady Melania Trump kommt zur Premiere ihres Films „Melania“ im John F. Kennedy Memorial Center For The Performing Arts.

Bei der Premiere ihrer Amazon-Dokumentation „Melania“ zeigte sich Melania Trump. Der Auftritt ist von Spannungen begleitet.

Informationen von „Variety“ zufolge soll Amazon MGM etwa 40 Millionen Dollar für die Filmrechte bezahlt haben. Zusätzlich sollen angeblich 35 Millionen Dollar in Marketing investiert worden sein. Branchenkenner erwarten für das Eröffnungswochenende jedoch nur Einnahmen zwischen drei und fünf Millionen Dollar. In sozialen Medien werden bereits Bilder von mutmaßlich leeren Kinosälen geteilt. Dem widerspricht Produzent Marc Beckman, der von „sehr positiven echten Zahlen“ spricht.

Donald Trump äußert sich – Regisseur mit umstrittener Vergangenheit

US-First Lady Melania Trump tritt bei der Weltpremiere der Amazon-MGM-Doku „Melania“ am 29. Januar 2026 im Kennedy Center in Washington, D.C. ans Rednerpult.

US-First Lady Melania Trump tritt bei der Weltpremiere der Amazon-MGM-Doku „Melania“ am 29. Januar 2026 im Kennedy Center in Washington, D.C. ans Rednerpult.

Auf dem roten Teppich stellte sich Donald Trump überraschend den Fragen der Mainstream-Presse, obwohl viele Top-Medien ausgeschlossen waren. Währenddessen posierte Melania in einem schwarzen Ensemble von Dolce & Gabbana für die Fotografen und Fotografinnen. Bezüglich der hohen Kosten der Amazon-Dokumentation sagte Trump, er sei daran nicht beteiligt gewesen. Der Film sei „mit meiner Frau“ realisiert worden und stelle „eine große Sache“ dar.

Zusätzliche Kontroversen umgibt der Regisseur Brett Ratner. Es ist sein erster Film seit 2017, nachdem Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens gegen ihn erhoben wurden. Einem Bericht des „Rolling Stone“ zufolge sollen mehrere Mitglieder des Filmteams darum gebeten haben, nicht im Abspann genannt zu werden.

In den Vereinigten Staaten sorgt der Film für politische Spannungen. Anstelle von Lob durch Kritiker und Kritikerinnen erntet er Spott und löst hitzige Debatten aus. Während Befürworter und Befürworterinnen einen Kontrapunkt zum Mainstream sehen, bezeichnen Gegner und Gegnerinnen ihn als plumpe Propaganda. Die Dokumentation wird in Talkshows und Online-Kommentaren stark kritisiert, noch bevor sie ein breites Publikum erreicht hat. Der Film „Melania“ polarisiert die Nation stärker als viele andere Filmstarts der jüngeren Vergangenheit. (jag)