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„Faszinierende Idee“Spanischer Bauer zeigt Sven Plöger simplen Trick gegen die Dürre

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Mandelbauer Xesc Sans (links) berichtet Sven Plöger von den Konsequenzen des Klimawandels auf seinen Betrieb. (Bild: HR / Maike Simon)

Mandelbauer Xesc Sans (links) berichtet Sven Plöger von den Konsequenzen des Klimawandels auf seinen Betrieb. (Bild: HR / Maike Simon)

Wärmer, trockener und von Extremwetterereignissen geprägt: Im Mittelmeerraum schafft der Klimawandel neue Fakten. Ein spanischer Bauer schildert dem ARD-Experten Sven Plöger eine „besorgniserregende“ Situation - und seine einfallsreichen Methoden dageben.

Waldbrände, Wasserknappheit und extreme Temperaturen: Im Hitze-Sommer 2026 waren die Auswirkungen der Klimaerwärmung nicht zu übersehen. Davon kann auch Mandelbauer Xesc Sans ein Lied singen. In der ARD-Doku „Wie extrem wird das Wetter, Sven Plöger? - Klima-Hotspot Mittelmeer“ (ab sofort in der ARD-Mediathek streamen) schlägt der Biolandwirt Alarm: „Die Situation ist wirklich besorgniserregend. Durch den Klimawandel leiden die Bäume unter den hohen Temperaturen und den langen Trockenphasen.“

Nicht nur würden dadurch Krankheiten der Bäume begünstigt, es sei angesichts der Trockenheit auch schwierig, neue Bäume anzupflanzen. Probleme machen zudem die vergleichsweise hohen Temperaturen im Winter, wie Sans warnt: „Die Bäume haben keine Möglichkeiten, sich zu erholen.“

Meteorologe Sven Plöger bereiste den Mittelmeerraum, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region unter die Lupe zu nehmen. (Bild: HR / Maike Simon)

Meteorologe Sven Plöger bereiste den Mittelmeerraum, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region unter die Lupe zu nehmen. (Bild: HR / Maike Simon)

Wie der Bauer penibel Buch führte, ist die jährliche Niederschlagsmenge zwar in etwa gleichbleibend. Aber: Die Wassermengen kommen nicht mehr konstant vom Himmel, sondern zunehmend in Form von sich ballenden Extremwettereignissen. Um seine Zitronenbäume trotzdem gleichmäßig mit Wasser zu versorgen, bedient er sich eines Tricks. Schafwolle, die über den Bewässerungsschläuchen liegt, verhindert, dass das Wasser zu schnell verdampft. „Faszinierende Idee“, staunt Sven Plöger.

Feuerwehrmann berichtet Sven Plöger von Flammeninferno: „Konnte mich kaum bewegen“

Auch anderswo im Mittelmeerraum ist der Klimawandel längst gefährliche Realität geworden. Auf Rhodos sind Waldbrände im Sommer zunehmend an der Tagesordnung. Umso wichtiger wird die Arbeit von Dimitrios Menemenlis und seinen Kollegen von der Sondereinheit der Feuerwehr.

„Hätte sich die Hauptfront des Feuers weiter ausgebreitet, wäre sie bis in das Tal der Schmetterlinge gelangt“, erinnert er sich an einen Brand vor wenigen Wochen in der beliebten Ferienregion. „Dort wäre es äußerst schwierig gewesen, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.“ Dass ein Brandstifter für das Feuer verantwortlich ist, macht den Feuerwehrmann sprachlos: „Es gibt keine Entschuldigung.“

Im August 2024 hätte Menemenlis sein Job beinahe sein Leben gekostet. In einer Höhe von 700 Metern bekämpfte er mit Kollegen ein Feuer in Pinienwäldern und felsigem Gelände. Dann stürzten ein Kollege und er in die Tiefe. „Ich konnte mich kaum noch bewegen“, denkt der Grieche an die verhängnisvolle Rückenverletzung zurück. „Mein Team musste mich trage, um mich in Sicherheit zu bringen.“ Rückblickend sagt er: „Ich fühlte mich hilflos.“ (tsch)