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Fortsetzung zum Hit „Das perfekte Geheimnis“Das sind die Kino-Highlights der Woche

„Clayface“, „Ali G: Who Iz I“ und „Der perfekte Urlaub“, ein Sequel zu Bora Dagtekins Leinwand-Hit „Das perfekte Geheimnis“: Das sind die Kino-Neustarts am 22. Oktober.

Ein prominentes Ensemble für den „perfekten Urlaub“: Für das Sequel zu „Das perfekte Geheimnis“ standen (von links) Karoline Herfurth, Diana Amft, Frederick Lau, Florian David Fitz, Wotan Wilke Möhring, Elyas M'Barek und Jessica Schwarz vor der Kamera. (Bild: 2025 Constantin Film/Gordon A. Timpen)

Ein prominentes Ensemble für den „perfekten Urlaub“: Für das Sequel zu „Das perfekte Geheimnis“ standen (von links) Karoline Herfurth, Diana Amft, Frederick Lau, Florian David Fitz, Wotan Wilke Möhring, Elyas M'Barek und Jessica Schwarz vor der Kamera. (Bild: 2025 Constantin Film/Gordon A. Timpen)

Karoline Herfurth, Elyas M'Barek, Florian David Fitz, Jella Haase, Jessica Schwarz, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring - das war schon wirklich ein beeindruckend prominentes Ensemble, mit dem Bora Dagtekin 2019 die Freundeskreis-Komödie „Das perfekte Geheimnis“ drehen durfte. Und die großen Namen bedeuteten in dem Fall auch großen Erfolg: Über fünf Millionen Menschen lockte das turbulente Kammerspiel in die Kinos, in den deutschen Jahrescharts landete „Das perfekte Geheimnis“ direkt hinter den internationalen Blockbuster-Produktionen „Die Eiskönigin II“ und „Der König der Löwen“ auf Platz drei. Sieben Jahre später wird die Geschichte nun mit einem Sequel fortgesetzt, diesmal geht es um den „perfekten Urlaub“.

Leo (Elyas M'Barek, links), Pepe (Florian David Fitz, zweiter von links), Rocco (Wotan Wilke Möhring, dritter von links) und Simon (Frederick Lau) hatten einen entspannten Männerurlaub geplant, aber daraus wird nichts. (Bild: 2025 Constantin Film/Gordon A. Timpen)

Leo (Elyas M'Barek, links), Pepe (Florian David Fitz, zweiter von links), Rocco (Wotan Wilke Möhring, dritter von links) und Simon (Frederick Lau) hatten einen entspannten Männerurlaub geplant, aber daraus wird nichts. (Bild: 2025 Constantin Film/Gordon A. Timpen)

Außerdem neu in dieser Woche: Mit „Clayface“ taucht das neue DC Universe in das Body-Horror-Genre ein, und in „Ali G: Who Iz I?“ bringt Sacha Baron Cohen eine seiner bekanntesten Figuren zurück auf die Leinwand.

Der perfekte Urlaub

Matt (Tom Rhys Harries) stellt fest, dass mit seinem Gesicht irgendetwas nicht stimmt. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment/Parisa Taghizadeh)

Matt (Tom Rhys Harries) stellt fest, dass mit seinem Gesicht irgendetwas nicht stimmt. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment/Parisa Taghizadeh)

Bei „Das perfekte Geheimnis“ handelte es sich um ein Remake der italienischen Kinokomödie „Perfetti Sconosciuti“. Der besondere Clou der Geschichte war damals ein soziales Experiment: Ein paar Freunde treffen sich zum Dinner und beschließen kurzerhand, über den gesamten Abend alle Aktivitäten auf ihren Smartphones offen zu teilen - alle Kurznachrichten, alle eingehenden Fotos, alle Anrufe. Wie zuvor schon in der italienischen Variante führte das Szenario auch in Bora Dagtekins Adaption zu allerlei Dramedy-Chaos und der Erkenntnis: So etwas wie ein „perfektes Geheimnis“ gibt es eigentlich nicht.

„Der perfekte Urlaub“ knüpft nun mit einigen Jahren Abstand an die Ereignisse des verhängnisvollen und folgenreichen Abends von „Das perfekte Geheimnis“ an. Bora Dagtekin führte wieder Regie und schrieb das Drehbuch - diesmal ohne italienische Filmvorlage, dafür wieder mit denselben Stars wie 2019 und einem ganz neuen Setting, das mitten im trüb-kalten Herbst noch einmal wohltuende sommerliche Vibes ins Kino bringt.

Die Freundschaft von Leo (M'Barek), Pepe (Fitz), Rocco (Möhring) und Simon (Lau) hat unter dem ausgearteten Smartphone-Experiment im ersten Film ziemlich gelitten, deshalb brechen sie nun gemeinsam nach Mallorca auf. Ein echter Männerurlaub soll die Dinge wieder geraderücken, mit Sonne, ein paar Drinks am Strand und null Stress. Gerade davon gibt es dann aber doch wieder eine ganze Menge: Eva (Schwarz), Carlotta (Herfurth) und ihre Freundin Maus (neu dabei: Diana Amft) haben sich für ihren Urlaub ungünstigerweise in derselben Villa wie die Jungs eingebucht. Mit einem Feuer in der Finca und einem erzwungenen Umzug in ein Clubhotel nimmt das große Durcheinander erneut seinen Lauf - der Traum vom „perfekten Urlaub“ zerplatzt wie eine Seifenblase in der heißen Mallorca-Sonne.

Clayface

Schauspieler Matt (Tom Rhys Harries, mit Naomi Ackie) unterzieht sich einer revolutionären Behandlung und hofft, seine Karriere als Schauspieler so fortsetzen zu können. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment/Parisa Taghizadeh)

Schauspieler Matt (Tom Rhys Harries, mit Naomi Ackie) unterzieht sich einer revolutionären Behandlung und hofft, seine Karriere als Schauspieler so fortsetzen zu können. (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment/Parisa Taghizadeh)

Zuallererst kam „Superman“ (2025), danach „Supergirl“ (2026) - eine naheliegende und gut nachvollziehbare Reihenfolge für den Start in das neu gestartete DC Universe. Und was kommt direkt danach? Nicht etwa Batman (ein neuer Film mit Robert Pattinson ist für 2028 geplant), nicht Wonder Woman, nicht The Flash oder Aquaman, sondern: Clayface, der Mann aus Lehm. Jenseits der Comic-Szene wird man mutmaßlich nur wenige Menschen finden, die überhaupt je von ihm gehört haben.

Schon der erste Trailer zu „Ali G: Who Iz I“ löste eine Welle der Empörung aus. (Bild: 2026 Sony Pictures Entertainment)

Schon der erste Trailer zu „Ali G: Who Iz I“ löste eine Welle der Empörung aus. (Bild: 2026 Sony Pictures Entertainment)

James Gunn und Peter Safran, die Kreativchefs der 2022 neu gegründeten DC Studios, hatten sicher gute Gründe, sich bei Film Nummer drei für „Clayface“ zu entscheiden. Was auffällt: Mit diesem FSK-16-Titel aus der Body-Horror-Ecke geht es diesmal in eine völlig andere Richtung als mit den Mainstream-Produktionen „Superman“ und „Supergirl“. Der Ansatz erscheint durchaus klug, zumal das allgemeine Interesse an klassisch angelegten Comic-Verfilmungen zuletzt deutlich nachzulassen schien.

Ein ausschlaggebender Punkt könnte auch gewesen sein, dass die Idee zu „Clayface“ von Mike Flanagan kam. Der Autor, Regisseur und Produzent (“Ouija“, „The Life of Chuck“, „Carrie“) gehört derzeit zu den gefragtesten Kreativköpfen in Hollywood, vor allem dann, wenn es um düstere Stoffe geht. 2027 bringt er „Der Exorzist: Märtyrer“ mit Scarlett Johansson ins Kino. Schon 2021 sprach Flanagan erstmals über den Wunsch, einen eigenen Film für „Clayface“ zu entwickeln. Nach dem DC-Neustart schrieb er dann ein entsprechendes Drehbuch. Inszeniert wurde der Film von James Watkins (“Die Frau in Schwarz“, „Black Mirror“).

Der alte „Chav“ ist wieder da: Sacha Baron Cohen als Ali G bei einem Pressetermin zum Start des neuen Films. (Bild: Getty Images/Jeff Spicer)

Der alte „Chav“ ist wieder da: Sacha Baron Cohen als Ali G bei einem Pressetermin zum Start des neuen Films. (Bild: Getty Images/Jeff Spicer)

Was hat es nun also mit diesem „Clayface“ auf sich? Ursprünglich ist er ein ganz normaler Typ in Gotham City: Matt Hagen (Tom Rhys Harries) arbeitet als Schauspieler, angetrieben vom Traum einer großen Karriere. Dann aber gerät er an die falschen Leute. Ein übler Anschlag entstellt sein Gesicht, Hagen unterzieht sich einer revolutionären, noch wenig erprobten Behandlungsmethode. Sein Äußeres wird dabei scheinbar perfekt wiederhergestellt. Aber es gibt Nebenwirkungen, psychisch wie körperlich: Hagens Zellen vermehren sich nach der Behandlung unkontrolliert und verursachen immer wieder „unerklärliche Mutationen“ ...

Ali G: Who Iz I?

Was darf Satire und was darf sie nicht? Die Frage stellt sich seit bald 30 Jahren immer wieder neu bei Sacha Baron Cohen. Die Provokation ist essenzieller Bestandteil seiner Arbeit, ohne das Überschreiten vermeintlicher Grenzen scheint es bei ihm nicht zu gehen. 1998 fand er damit erstmals größere öffentliche Aufmerksamkeit, als er für das britische Fernsehen die Kunstfigur Ali G ins Leben rief (“The 11 O'Clock Show“). Dass Cohen seine erste skandalöse Schöpfung Ali G in den Ruhestand schickte (2007, zusammen mit Borat), ist inzwischen auch schon fast 20 Jahre her. Aber irgendwie ist der Typ nicht totzukriegen, und er sorgt immer noch für große Empörung ...

Im Sommer 2025 kursierten erste Berichte, wonach Sacha Baron Cohen nach längerer Zeit mal wieder in seiner alten Kultrolle als Ali G gesehen worden sein soll. Inzwischen ist klar, was dahintersteckte: Mit Unterstützung der Amazon MGM Studios hat Cohen mehr oder weniger geheim einen neuen Ali-G-Film gedreht, der zunächst nur für wenige Tage in die Kinos kommt. Ginge es nach vielen Kritikern von Cohen, sollte der Film überhaupt nicht im Kino zu sehen sein.

Seit Veröffentlichung des ersten Trailers zu „Ali G: Who Iz I?“ wird dazu aufgerufen, den Film zu boykottieren, weil er angeblich rassistische Stereotype bediene. Über 50.000 Menschen sollen sich an einer entsprechenden Kampagne beteiligt haben. In Österreich wurde der Kinostart offenbar sogar ganz abgesagt, wie „Der Standard“ zuletzt berichtete. Cohen seinerseits reagierte auf die Empörungswelle mit einem weiteren Trailer, in dem er sich auch in seiner Rolle als Borat mit dem Thema auseinandersetzte: Der neue Ali-G-Film sei „leider“ nicht rassistisch und werde deshalb auch in keinem der beiden kasachischen Kinos gezeigt.

Was man im Rest der Welt (oder zumindest in großen Teilen davon) auf der Leinwand sehen kann, ist eine Produktion im Mockumentary-Stil, bei der Sacha Baron Cohen sich als Ali G auf einen USA-Trip mit vielen schrägen Begegnungen begibt. Nachdem der „Chav“ aus der britischen Unterschicht zuvor knapp zwei Jahrzehnte lang nur „gechillt und gekifft“ hatte, muss er jetzt Verantwortung übernehmen: Seine Freundin Julie (Morgana Robinson) ist im achten Monat schwanger, es muss dringend Kohle herangeschafft werden, um das Baby zu versorgen - und wo sollte das für einen Typen wie Ali G besser gehen als in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten? (tsch)