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„Goodbye Deutschland“-Liebe endet mit Gewalt-Vorwürfen„Jetzt sterb' ich einfach“

3 min
Betrug und Gewalt: Angie erinnert sich an dramatische Szenen.  (Bild: VOX)

Betrug und Gewalt: Angie erinnert sich an dramatische Szenen. (Bild: VOX)

Deutsche in mittleren Jahren mit jungem Afrikaner: Angie Wolf und Paolo Moleli Mianga gehörten lange zu den wenigen „Goodbye Deutschland“-Paaren, die dem Klischee trotzten und eine glückliche Ehe zu führen schienen. Umso schockierender für Fans der VOX-Doku nun das heftige Trennungsdrama ...

„Ich dachte, das hält für immer“ - unter den Social-Media-Posts zur aktuellen Folge des VOX-Formats zeigten sich viele „Goodbye Deutschland“-Fans schockiert. Denn Angela „Angie“ Wolf (47) und ihr Paolo (32) wirkten trotz ihres Altersunterschiedes, trotz der kulturellen Unterschiede und all den im Kopf herumspukenden Klischees stets wie eine der raren Ausnahmen von der Regel: Hier schienen sich wirklich zwei gefunden zu haben. Gemeinsam hatten sie sich auf Sansibar eine Lodge aufgebaut, 2019 geheiratet, die Zeichen standen auf Augenhöhe und Harmonie.

Erstaunlich friedlich: Angie und Paolo kommen wieder miteinander klar.  (Bild: VOX)

Erstaunlich friedlich: Angie und Paolo kommen wieder miteinander klar. (Bild: VOX)

Umso dramatischer zu hören, dass die Beziehung nun nach acht Jahren zerbrochen ist - und das auf hässliche Weise. Von einem der Besuche in seinem Heimatdorf auf dem tansanischen Festland war Paolo nicht wie versprochen nach zwei Wochen, sondern erst nach drei Monaten zurückgekehrt, erzählte Angie. Das habe sie frustriert, zumal beide sich schon zuvor „komplett auseinandergelebt“ hatten.

Seitensprung aus Frust

Angies Luxus-Ngawala sticht das erste Mal in See.  (Bild: VOX)

Angies Luxus-Ngawala sticht das erste Mal in See. (Bild: VOX)

Die viele Arbeit, das Alleinsein hätten letztlich dazu geführt, dass sie sich in einen Feriengast verguckte: „Ich habe Paolo betrogen.“ Lange hatte diese Verbindung nicht gehalten, doch der Riss war nicht mehr zu kitten: „Ich war sehr verletzt. Ich habe sehr geweint, als ich die Wahrheit rausgefunden habe“, erinnerte sich Paolo. So lange in seinem Dorf geblieben sei er schließlich nur, weil sein Bruder schwer erkrankt gewesen war und sein Vater Hilfe mit den Kühen gebraucht hatte.

Fakt ist: Beide hatten „unheimlich den Respekt voreinander verloren“, wie Angie sich erinnerte. So schlimm, dass alles schließlich komplett eskalierte: „Er ist handgreiflich geworden. Ich bin auch ihm gegenüber handgreiflich geworden ...“, sagte sie. Einmal sei sie sogar in Todesangst geraten und habe gedacht: „So, jetzt sterb' ich einfach. Das war's jetzt.“ Was genau Paolo getan hatte, wollte sie nicht sagen. Der wiederum bestritt, sie geschlagen zu haben. Er habe sie nur aufhalten wollen, sie habe ihm ins Gesicht bespuckt. Dass Securitys sie auseinanderziehen mussten, bestätigten beide.

Überraschender Neuanfang

Nicht lange nach dieser Eskalation hatte Paolo die Scheidung eingereicht - was weitere Geschäfte auf der Insel für Angie erschweren würde. Das sei womöglich sein Racheakt für ihren Betrug gewesen, vermutete sie. Um weiter auf Sansibar bleiben zu können - mittlerweile hatte sie sich auch in den Ort verliebt - plante die Münchnerin, sich einbürgern zu lassen. Zudem ließ sie mit zwei europäischen Geschäftspartnerinnen und einem Sansibari einen alten Holzkatamaran zu einen luxuriösen Ausflugsboot umbauen und hoffte auf eine neue Einnahmequelle ... Optimistisch sah sie nach vorn.

Was aber wohl das Erstaunlichste war: Sie und Paolo hatten sich am Ende dann doch wieder zusammengerauft - zwar nicht mehr als Ehepaar, aber als Businesspartner, die die Spirit Lodge weiter gemeinsam betreiben wollten. Beider Entwicklungsprozess gehe „in eine schöne Richtung“, erklärte Angie, und tatsächlich wirkten sie friedlich miteinander: „Trotz alledem hat uns das nicht auseinandergebracht.“ Für eine neue Liebe sei sie allerdings noch nicht offen: „Ich find's momentan echt toll mit mir, ich mag mich ja“, erklärte sie fröhlich. Es muss eben nicht immer Romantik sein ... (tsch)