Die Gründer von Don Quiff schrieben sich bei „Die Höhle der Löwen“ nichts weniger als die „Rettung der Männlichkeit“ auf die Fahnen. Carsten Maschmeyer hielt vom plakativen Versprechen wenig und wurde deutlich. Ganz anders sahen die Situation indes seine Investorenkollegen ...
„Grenzt an Arroganz“Carsten Maschmeyer macht DHDL-Gründern eine Ansage

Dem Qualitätsversprechen eines Gründerteams bei „Die Höhle der Löwen“ schenkte Carsten Maschmeyer keinen Glauben. (Bild: RTL / Boris Breuer)
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Angesichts dieses vollmundigen Versprechens staunten die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ (montags, 20.15 Uhr, VOX) nicht schlecht. Robert, Max und Klaus von Don Quiff versprachen vollmundig: „Wir retten Männern ihre Männlichkeit.“ Hinter dieser markigen Zusage stand ein neuartiges Haarwachs. „Es sind drei Produkte in einem: Es stylt, es stärkt die Haarwurzeln und es hat UV-Schutz“, erklärten die Gründer.
„Ich habe auch Respekt davor, meine Haare zu verlieren“, räumte Frank Thelen ein. Während sich auch andere Investoren in Stellung brachten, zweifelte Carsten Maschmeyer, ob das Produktversprechen einer juristischen Überprüfung standhalte. „Jetzt mal ein bisschen Substanz“, frage er nach einer bestätigenden Studie. Die gab es nicht. Auch die Tatsache, dass Gründer Max einst Rockstar werden wollte, verunsicherte Maschmeyer: „Wo kommt die Qualifikation für Finanzen her?“

Robert Tarquini (von links), Klaus Laimer und Max Kögl haben ein neuartiges Haarwachs entwickelt. (Bild: RTL )
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Der Vertriebler räumte ein: „Das ist eine Schaukel, die letzten beiden Jahre.“ An dieser Stelle wurde es Maschmeyer zu bunt. Das Leistungsversprechen glaube er nicht, begründete er seinen Entschluss. Noch deutlicher wurde er angesichts des Business Plans, der in drei Jahren einen Umsatz von 3,5 Millionen vorsah - obwohl das Kernprodukt des Haarwachses noch gar nicht auf dem Markt ist. „Die Bilanz ist gruselig, das grenzt an Arroganz“, zog sich Maschmeyer zurück.
Nach Maschmeyer-Ansage startet Investoren-Wettbieten erst so richtig
Obwohl in der „Höhle der Löwen“ nach der Maschmeyer-Ansage erst einmal betretenes Schweigen herrschte, war das Interesse an Don Quiff groß. „Es riecht gut“, bekannte Versuchskaninchen Johannes Kliesch zum besonderen Haarpflegeprodukt. Als er dann auch noch die Erfolgssträhne des jungen Unternehmens auf TikTok hörte (“Hunderte Creators verkaufen das Produkt für uns“), staunte E-Commerce-Experte Kliesch über den „wahnsinnigen Wert“. „Wir rocken zusammen den Marktplatz“, bot er dem Gründertrio 120.000 Euro für 40 Prozent Firmenanteile - deutlich mehr als die angebotenen 20 Prozent.
Verhandlungsbereitschaft hin oder her kam es aber ohnehin zu keinem schnellen Deal. „Ich bin überzeugt, zu 100 Prozent“, warf Ralf Dümmel für 25 Prozent und die geforderte Summe seinen Hut in den Ring. Doch damit nicht genug: Mit Frank Thelen und Judith Williams (“Ich hätte nie gedacht, dass ich hier die Männlichkeit retten könnte“) brachte sich gar ein Löwen-Duo in Stellung: 120.000 Euro für 30 Prozent Firmenanteile.
„Wir haben Gänsehaut, alle drei“, freute sich Gründer Max angesichts des guten Feedbacks und der Fülle an Angeboten. Letztlich bekam das Duo Thelen / Williams den Zuschlag. Williams freute sich, drückte überschwänglich die Gründer und witzelte schließlich, dass sie bereits „die Schlagzeile“ vor sich sehe: „Judith Williams rettet die Männlichkeit.“ (tsch)