
Auf den Schultern des Piloten Cooper (Matthew McConaughey) und der Wissenschaftlerin Amelia (Anne Hathaway) lastet eine große Verantwortung. (Bild: © 2014 Warner Bros./Paramount Pictures/Alle Rechte vorbehalten )
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Die Menschheit taumelt am Abgrund, das Ende scheint nah. Mit einer letzten, verzweifelten Anstrengung stemmen sich ein paar mutige Menschen dem Unausweichlichen entgegen - im Weltall könnte die Rettung liegen. Zugegeben: Das Grundgerüst von „Interstellar“ (2014) klingt vertraut, zahlreiche Katastrophenfilme erzählen mehr oder minder die gleiche Geschichte. Und doch ist es Regisseur Christopher Nolan (“Inception“) gelungen, aus dem Stoff ein ganz eigenes, faszinierendes wie philosophisches Werk zu kreieren.
Die prominente Besetzung verblasst angesichts der majestätischen Bilder, metaphysischen Fragen und zutiefst menschlichen Konflikte, die Nolan inszeniert. Es ist ein unwirtliches Amerika, das hier gezeichnet wird: Staubstürme machen es den Menschen Jahr für Jahr schwerer, dem kargen Boden noch eine Ernte abzuringen.
Nolan verhandelt die ganz großen Fragen

Murphy (Mackenzie Foy) muss stark sein: Ihr Vater, der ehemalige NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) wird in ferne Galaxien reisen, um neue Planeten zu entdecken. (Bild: © 2014 Warner Bros./Paramount Pictures/Alle Rechte vorbehalten )
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Unten auf der Erde kämpft Coopers Tochter Murphy (Jessica Chastain) ums Überleben. (Bild: © 2014 Warner Bros./Paramount Pictures/Alle Rechte vorbehalten )
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Auch Joe Cooper (Matthew McConaughey), einst brillanter Ingenieur und vielversprechender NASA-Pilot, muss mittlerweile als Farmer seine kleine Familie ernähren. Bis seine Tochter Murphy (Mackenzie Foy) in ihrem Zimmer einen Binärcode aus Staub entdeckt. Sie und ihr Vater gehen dem rätselhaften Hinweis nach - und landen in einer geheimen NASA-Basis. Dort erinnert man sich noch an Cooper und bittet ihn, an einer einzigartigen Mission teilzunehmen.
Er soll mit einem Team aus Wissenschaftlern, angeführt von der Biologin Amelia Brand (Anne Hathaway), eine Reihe von Planeten besuchen, die als potenzielle Kolonien ausgewählt wurden. Der Weg dorthin führt über ein Wurmloch, das praktischerweise einige Jahre zuvor in unserem Sonnensystem platziert wurde. In diesem Setup sind bereits jede Menge Fragen angelegt: Wie gelangten die Nachrichten zu Murphy? Wer hat das Wurmloch geschaffen, und warum? Oder ganz philosophisch: Hat das Überleben der Spezies Vorrang vor dem Überleben der bereits bestehenden Bevölkerung?
Es lohnt sich, die Augen und den Geist für die Metaphysik - und Verweise auf aktuelle Theorien der Astrophysik - offen zu halten. Schwarze Löcher, Raum-Zeit und ferne Planeten: Christopher Nolans episches Weltalldrama verhandelt philosophisch die großen Fragen der Sci-Fi. (tsch)
