Jacob Elordi begann seine Karriere als Teenie-Bad-Boy in der Netflix-Romanze „The Kissing Booth“. Doch diese Rolle hat er mit Filmen wie „Saltburn“ und zuletzt „Frankenstein“ weit hinter sich gelassen. Nun ist er in „Das Ende der Sterne“ im Kino zu sehen.
Hollywood-SenkrechtstarterWer ist eigentlich Jacob Elordi?

Ab Donnerstag, 27. August ist Jacob Elordi in Ridley Scotts Dystopie „Das Ende der Sterne“ (Bild) in den Kinos zu sehen. (Bild: 20th Century Studios/Fabio Lovino)
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Jacob Elordi gehört derzeit zu den angesagtesten Schauspielern Hollywoods. (Bild: 2026 Getty Images/Tommaso Boddi)
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Dieses Jahr wurde Jacob Elordi das erste Mal für einen Oscar nominiert. In Guillermo del Toros „Frankenstein“ spielte er die Kreatur, die der Wissenschaftler Victor Frankenstein (Oscar Isaac) aus den Körperteilen verstorbener Menschen zusammensetzte. Ab Donnerstag, 27. August ist er mit „Das Ende der Sterne“ in einer weiteren Romanadaption in den Kinos zu sehen. Das verstärkt noch den Eindruck: Alles dreht sich gerade um Jacob Elordi, höchste Zeit also, sich näher mit dem neuen Superstar Hollywoods zu beschäftigen.

„The Kissing Booth“ und seine Fortsetzungen brachten Elordi nach Hollywood, doch der Australier findet die Filme inzwischen „lächerlich“. (Bild: Marcos Cruz/Netflix)
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Jacob Elordi wurde 1997 im australischen Brisbane geboren und entdeckte bereits während der Schulzeit die Schauspielerei für sich. Nachdem er dort für diverse Theater- und Musicalproduktionen auf der Bühne gestanden hatte, trat er 2017 das erste Mal vor Hollywoods Kameras: Im fünften Teil der beliebten „Fluch der Karibik“-Reihe ergatterte er eine Komparsenrolle.
Ein Jahr später wurde er als Noah Flynn im ersten „The Kissing Booth“-Film zum Teenie-Schwarm. Doch glücklich war der junge Schauspieler damit nicht. Er habe die Filme nicht machen wollen, erzählte der 1,96 Meter große Australier 2023 im Interview mit dem Magazin „GQ“ und nannte sie „lächerlich“. Außerdem kritisierte er die Objektifizierung seines Körpers in „The Kissing Booth“.
Vom Teenie-Bad-Boy zum aufstrebenden Filmstar

Mit seiner Darstellung von Elvis Presley in der Filmbiografie „Priscilla“ machte Elordi klar, dass er die Rolle des Teenie-Bad-Boys hinter sich gelassen hat. (Bild: MUBI / A24 Distribution, LLC / Philippe Le Sourd)
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Elordis Besetzung als Heathcliff in „Wuthering Heights - Sturmhöhe“ war nicht unumstritten. (Bild: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved)
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Auch sonst brachte Elordi der Erfolg wenig: Er übernachtete bei Freunden auf dem Sofa oder musste in seinem Auto schlafen - für mehr fehlte ihm trotz einiger Rollen in weniger bekannten Filmen das Geld. Der heute 29-Jährige war kurz davor, Hollywood den Rücken zu kehren. Ein letztes Casting hielt ihn jedoch davon ab, nach Australien zurückzugehen. In Sam Levinsons High-School-Drama-Serie „Euphoria“ ergatterte Elordi (wieder einmal) die Rolle eines Bad Boys. In insgesamt drei Staffeln spielt er den teilweise missbräuchlichen Nate Jacobs. Mit Co-Star Zendaya war der Australier einige Zeit liiert.
2023 jedoch war Elordis Zeit als Teenie vor der Kamera vorbei: In Emerald Fennells Thriller „Saltburn“ verkörperte er den adeligen Oxford-Studenten Felix, in der Verfilmung von Priscilla Presleys Leben „Priscilla“ war er als kontrollsüchtiger Rockstar Elvis Presley zu sehen. Damit beeindruckte er Kritikerinnen und Kritiker - und Regisseur Guillermo del Toro. Der Oscarpreisträger besetzte, nachdem Andrew Garfield ausgestiegen war, die Rolle von Frankensteins gruseliger und zugleich missverstandener Kreatur mit Elordi. „Ich habe ihn wegen seiner Augen gecastet“, erklärte del Torro im August 2025 in einem Interview mit „Variety“.
Jacob Elordi, „der Daniel Day-Lewis unserer Generation“

Für seine Darstellung von Frankensteins Kreatur in Guillermo del Torros „Frankenstein“ wurde Elordi erstmals für einen Oscar nominiert. (Bild: © 2025 Netflix, Inc. / Ken Woroner)
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In der Romanverfilmung „Das Ende der Sterne“ spielt Jacob Elordi einen Mann, der mit einem treuen Hund postapokalyptischen Welt ums Überleben kämpft. (Bild: 20th Century Studios/Fabio Lovino)
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Nachdem Elordi 2024 unter anderem im LGBTQ+-Drama „On Swift Horses“ zu sehen war, brachte ihm del Toros „Frankenstein“ ein Jahr später seinen bisher größten Erfolg: Für seine Leistung wurde er das erste Mal für einen Oscar nominiert. Bei der Golden-Globe-Verleihung konnte er sogar zweimal auf eine Auszeichnung hoffen, denn für seine Rolle in der Dramaserie „The Narrow Road to the Deep North“ (2025) war er ebenfalls für den begehrten Preis vorgeschlagen.
Frankensteins Monster habe ihn auch nach den Dreharbeiten noch begleitet, erzählte Elordi Anfang des Jahres in einem Interview mit dem US-amerikanischen „W Magazine“. „Beim Dreh von 'Wuthering Heights' gab es eine Szene, da war meine Antwort auf etwas 'Ugh', das war von 'Frankenstein'. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass ich nicht nur gestikulieren und brummen sollte“, erinnerte sich der 29-Jährige.
Für die Adaption von Emily Brontës Roman „Sturmhöhe“ stand Elordi gemeinsam mit Oscarpreisträgerin Margot Robbie vor der Kamera. Das Casting der beiden wurde bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert. Zum einen wegen ihres Alters und, in Elordis Fall, wegen der ethnischen Herkunft des Charakters. Robbie stellte sich in einem Interview mit der britischen „Vogue“ hinter ihren Co-Star und schwärmte: „Ich glaube wirklich, er ist der Daniel Day-Lewis unserer Generation.“
Nun ist Elordi in „Das Ende der Sterne“ in den Kinos zu sehen. Auch das ist ein Prestige-Projekt. In dem Dystopie-Thriller von Ridley Scott spielt er den Piloten Big Higs, der nach einer verheerenden Pandemie ein einsames Dasein auf einem Flugplatz in Colorado fristet. Big Higs einziger Begleiter ist sein treuer Hund Jasper. In der Verfilmung des Romans „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ (2012) von Peter Heller sind Margaret Qualley und Josh Brolin in weiteren Rollen zu sehen. (tsch)
