Wegen Spardrucks wurde die ARD-Schlagershow „Immer wieder sonntags“ nach drei Jahrzehnten abgesetzt. Doch wie geht es für Moderator Stefan Mross nun weiter?
„Immer wieder sonntags“Was macht Stefan Mross nach dem Aus der Kultsendung?

Über 20 Jahre lang hat Stefan Mross „Immer wieder sonntags“ moderiert. Nun steht die ARD-Schlagershow vor dem Aus. (Bild: 2015 Getty Images/Michele Tantussi)
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Mehr als 20 Jahre lang gehörte Stefan Mross zu den Gesichtern des deutschen Sonntagsfernsehens. Mit der ARD-Show „Immer wieder sonntags“ begrüßte er Woche für Woche Stars aus der Schlagerwelt und sorgte für Unterhaltung am Vormittag. Doch damit ist nun Schluss: Die letzte reguläre Live-Ausgabe wird am Sonntag, 06. September, ausgestrahlt. Am 13. September folgt noch eine Best-of-Ausgabe mit den Höhepunkten der vergangenen Staffel. Für Mross kam das Ende offenbar überraschend.
Im Gespräch mit dem Spiegel erzählte der 50-Jährige, dass er zunächst kaum glauben konnte, was ihm mitgeteilt wurde. Als er von der Entscheidung erfuhr, dass „Immer wieder sonntags“ eingestellt wird, habe er sich gefühlt, als wäre er bei „Verstehen Sie Spaß“.
Von Selbstmitleid ist bei dem Moderator dennoch keine Spur. Im Gegenteil: Mross, der seit 2005 „Immer wieder sonntags“ moderiert, blickt stolz auf seine lange Zeit bei der Sendung zurück. Es habe selten einen Moderator im deutschen Fernsehen gegeben, der „so lange dasselbe Format moderiert“ habe. „22 Jahre haben alle toll zusammengearbeitet. Damit gehe ich in die Fernsehgeschichte ein“, so Mross.
„Es wird einen letzten Satz geben, der wird sehr polarisieren“

„Wir werden Vollgas geben, und es wird einen letzten Satz geben, der wird sehr polarisieren“, verriet Stefan Mross in einem „Spiegel“-Interview. (Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz)
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Doch offenbar hat der Moderator noch längst nicht mit „Immer wieder sonntags“ abgeschlossen. Bereits in der Sendung vom 30. August sorgte Mross mit seinen Aussagen für Aufhorchen. Zwischen den üblichen Verabschiedungen klang es beinahe so, als würde er seinem Publikum bereits eine Fortsetzung in Aussicht stellen. Gegenüber „Herzensmensch“-Reporterin Ronja Forcher sagte er: „Wir machen weiter mit 'Immer wieder sonntags', und das weiß ich.“
Auch im Spiegel-Interview deutet Mross an, dass die Geschichte für ihn noch nicht endgültig vorbei sein könnte. Für das Finale am 13. September habe er sich nach eigenen Angaben etwas Besonderes vorgenommen: „Wir werden Vollgas geben, und es wird einen letzten Satz geben, der wird sehr polarisieren.“
Tatsächlich könnte es für den beliebten Moderator schon bald auf einem anderen Sender weitergehen. Gegenüber „T-Online“ bestätigte Mross, dass „Gespräche mit Privatsendern laufen“. Welche Sender konkret Interesse zeigen und wie eine mögliche neue Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ aussehen könnte, ließ er allerdings offen.
„Wir müssen weiterdenken und positiv dabeibleiben“
An mangelndem Zuschauerinteresse dürfte das Aus von „Immer wieder sonntags“ nicht gelegen haben. Im vergangenen Jahr verfolgten die zwölf Live-Ausgaben im Ersten durchschnittlich 1,26 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag im Schnitt bei rund 17 Prozent.
Stefan Mross selbst scheint ohnehin nicht daran zu denken, sich aus dem Fernsehen zurückzuziehen. Im Gegenteil: Der Moderator, der auch beim „Bergdoktor“ vorbeischauen will, hat bereits deutlich gemacht, dass er seine Karriere fortsetzen möchte. „Es ist ja nicht so, dass ich nächste Woche von heute auf morgen meine Sendung verloren habe, sondern wir müssen weiterdenken und positiv dabeibleiben“, sagte er im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“. (tsch)