In ihrer neuen Serie dreht sich alles um Freundschaft. Jennifer Garner verrät, warum ausgerechnet die Gespräche zwischen den Drehs für sie zum Wertvollsten des ganzen Sommers wurden - und weshalb sie dabei auch selbst etwas über das Leben gelernt hat.
Jennifer Garner hat in neuer Serie über Freundschaft echte Freundinnen gefunden

Im Interview plaudert Schauspielerin Jennifer Garner darüber warum die schönsten Erinnerungen an ihrer Serie nicht während den Dreharbeiten entstehen. (Bild: 2022 Getty Images/Jamie McCarthy)
Copyright: 2022 Getty Images/Jamie McCarthy
Freundschaften lassen sich nicht spielen - davon ist Jennifer Garner überzeugt. Gerade deshalb sind für die Schauspielerin die schönsten Erinnerungen an ihre neue Serie auch nicht während der Dreharbeiten entstanden, sondern in den Pausen dazwischen. „Wir haben gar nicht versucht, Freundschaft zu spielen“, erzählt Garner gegenüber der Nachrichtenagentur teleschau. Statt Smalltalk zu machen, seien sie und ihre Kolleginnen vom ersten Tag an sofort persönlich geworden. „Sobald wir zwischen zwei Szenen Zeit hatten, saßen wir zusammen und haben über die wirklich wichtigen Dinge gesprochen.“
Diese Gespräche seien irgendwann sogar so intensiv geworden, dass das Filmteam die Schauspielerinnen regelmäßig zurück ans Set holen musste. „Manchmal kamen sie und wollten uns für die nächste Szene abholen - und wir dachten nur: 'Moment, wir reden noch.'“ Rückblickend seien genau diese Augenblicke wahrscheinlich das Wertvollste gewesen, was sie während des gesamten Sommers erlebt habe.
Ab 25. Juli ist Jennifer Garner in der achtteiligen Dramaserie „The Five-Star Weekend“ bei Sky und WOW zu sehen. Darin spielt sie die erfolgreiche Food-Influencerin Hollis Shaw, deren Leben nach einem schweren Schicksalsschlag aus den Fugen gerät. Bei einem gemeinsamen Wochenende mit vier Freundinnen kommen alte Konflikte, Geheimnisse und lange verdrängte Gefühle ans Licht.
„Wenn ich heute daran denke, bekomme ich immer noch feuchte Augen“

In der Dramaserie „The Five Star Weekend“ spielt Jennifer Garner die erfolgreiche Food-Influencerin Hollis Shaw, deren Leben nach einem schweren Schicksalsschlag aus den Fugen gerät. Ab 25. Juli ist die achtteilige Serie bei Sky und WOW zu sehen. (Bild: Sky/ 2025 Peacock TV LLC.)
Copyright: Sky/ 2025 Peacock TV LLC.
Dass aus den Kolleginnen auch abseits der Kamera echte Freundinnen wurden, überrascht Garner deshalb kaum. „Bei einer Serie verbringt man so viel Zeit miteinander, dass man sich wirklich kennenlernt“, erzählt sie gegenüber teleschau. Man verstehe immer besser, wie der andere denkt und fühlt. „Das erlebt man bei einem Film oft gar nicht in dieser Intensität.“ Einen Moment wird die 54-Jährige dabei nie vergessen. Gemeinsam besuchten die Schauspielerinnen eine Kinovorstellung von Regina Hall. Als der Abspann lief, standen alle spontan auf und applaudierten ihrer Kollegin. „Wenn ich heute daran denke, bekomme ich immer noch feuchte Augen“, sagt Garner. „Es war einfach ein wunderschöner Moment.“
Auch abseits der Arbeit schwärmt Garner von den Menschen, mit denen sie drehen durfte. Besonders Chloë Sevigny habe sie schon seit fast 30 Jahren bewundert. „Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages mit ihr vor der Kamera stehen würde.“ Ähnlich sei es ihr mit Gemma Chan gegangen. „Immer wenn ich sie gesehen habe, habe ich mich gefragt: 'Wie macht sie das eigentlich?'“
Selbst ihre Kinder ließen sich diesmal überraschen. Normalerweise beeindrucke sie ihr Beruf kaum noch, erzählt Garner lachend. Doch als sie erfuhren, dass ihre Mutter mit D'Arcy Carden drehen würde, sei das plötzlich anders gewesen. „Das war das erste Mal seit langer Zeit, dass sie von einer meiner Kolleginnen wirklich beeindruckt waren.“
Bei all den schönen Erinnerungen bleibt Garner am Ende jedoch eine ganz andere Frage im Kopf. „Warum fällt es uns oft leichter, mit der Person an der Supermarktkasse zu sprechen als mit unseren eigenen Kindern?“, fragt sie lachend. Eine Antwort habe sie bis heute nicht gefunden. Vielleicht, weil gerade die Gespräche mit den Menschen, die uns am nächsten stehen, manchmal die schwierigsten - und gleichzeitig die wichtigsten - sind. (tsch)