
Palesa wird von Steffen Henssler per Goldenem Buzzer zurückgeholt, Teamkollege Calvin freut sich. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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In Folge 2 der Jubiläumsstaffel gibt es ein Wiedersehen mit einer gar nicht so grauen Eminenz: Graciela Cucchiara, Gewinnerin der ersten „Taste“-Staffel von 2013, kehrt zurück - als Gastjurorin für das erste Teamkochen. Mit 69 Jahren darf sie diesmal entspannt probieren, statt selbst am Herd zu schwitzen. „Hier zu stehen, ist bequemer als damals“, stellt sie fest. Ihr Auftrag: Sie sucht „Emotionen auf dem Löffel“. Denn für Graciela zählt vor allem eines: „Mit Herz und Ruhe kochen.“ Überflüssiges Chi-Chi? „Frittiertes Petersilienblatt“? Bitte nicht!

Ciao, Graciela! Die erste „Taste“-Gewinnerin von 2013 ist in der Jubiläumsstaffel Gastjurorin. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Bevor das italienische Teamkochen beginnt, nutzt Steffen Henssler, der noch sein Team komplettieren muss, seinen Goldenen Buzzer. Palesa, die in Folge 1 wegen Zeitmangels mit ihrem Fish-and-Chips-Löffel gescheitert war, geht ihm nicht aus dem Kopf. „Ist sie schon weg?“, fragt der Coach die Regie, und Alexander Herrmann warnt: „Wenn sie schon im Taxi ist, ist es zu spät.“ Tatsächlich ist die 23-jährige Profiköchin aus Ulm noch erreichbar - und bekommt eine zweite Chance. Da staunt Tim Raue über seinen Kollegen: „Eine ganz neue, menschliche Seite an dir.“
„The Taste“-Kandidatin war mal in Steffen Henssler verknallt

Oh je, Dolci: Süßspeisen sind nichts für Tim Raue - sein Team muss helfen. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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„Möchte nichts essen, was auf der Zunge weiterstinkt“: Alexander Herrmann mag keinen Schimmelkäse. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Für Gesprächsstoff sorgt auch Rahel aus Appenzell: „Ich habe Schmetterlinge im Bauch, die Krieg führen.“ Die 37-jährige gelernte Köchin gesteht, früher in Henssler verknallt gewesen zu sein. Der Kommentar ihres anwesenden Ehemanns: „Jaja, ganz entspannt.“ Mit Appenzeller Käsrahm-Spätzli will sie den Coach beeindrucken, doch die Zubereitung gerät zum Küchenkrimi. Hackfleischpraline, Apfel-Zwiebel-Confit und ein widerspenstiger Teig halten sie auf Trab. „Zu Hause koche ich nicht so katastrophal“, stöhnt sie. Zwischendurch landet sogar Zitronensaft im Auge.
Als Rahel vor den Coaches steht, kommen ihr die Tränen. Die eigene Leistung „vor solchen Größen“ zu präsentieren, überwältigt sie. EX-Crush Henssler versucht es charmant: „Ich breite meine Arme für dich aus.“ Doch oh Wunder: Rahel entscheidet sich für Mit-Schweizerin Elif Oskan. Bei ihr spüre sie Heimat, Wärme und Geborgenheit. Elif hat mit dieser letzten Kandidatin ein Team, das nicht nur kulinarisch, sondern auch menschlich zusammenfinden soll.
Nach Knoblauch bitte Zähneputzen

Super-Doc: Mit Salsiccia und Artischocke gewinnt der Münchner Zahnarzt Markus den ersten goldenen Stern. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Burkhards bitterer Abschied von Alexander Herrmanns Team Gelb. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Beim Teamkochen dreht sich alles um Italien. Alexander Herrmanns Truppe übernimmt die „Primi Piatti“. Dragqueen Bernd setzt auf Parmigiana, das Lieblingsgericht seines Ehemanns. Auberginen, Mozzarella und Tomatensugo versprechen Wohlfühlküche wie bei der Nonna. Hanna bereitet Ravioli mit Spinat, Gorgonzola und Walnüssen zu. Herrmann schickt ihre Pasta ins Rennen, ist sich aber nicht ganz sicher: „Vielleicht war das die falsche Entscheidung.“

Armer Burkhard: Er muss die Show als Erster verlassen. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Bei Elif Oskan wird es ebenfalls turbulent. Lehramtsstudent Markus hat mit seinem Casting-Löffel, scharfem Trauben-Radicchio-Salat mit Roquefortcreme, bereits Schimmelkäse-Hasser Alexander Herrmann in Rage gebracht: „Mag es nicht, wenn es auf der Zunge weiterstinkt.“ Markus' Fazit zur Herausforderung: „Nächstes Mal gehe ich zum Bachelor.“ Dann landet auf Elifs Probierlöffel versehentlich eine ganze Knoblauchzehe. Die Coachin ist entsetzt: „Hat jemand bitte eine Cola? Zähneputzen wäre auch eine Lösung.“ Für Markus ist die Antipasti-Runde damit gelaufen.

Yes! „Doc“ Markus aus München holt für Team Henssler den ersten Sieg. (Bild: Joyn/Benedikt Müller)
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Besser macht es Irfan. Der Ingenieur mit indonesischen Wurzeln serviert Zucchini-Involtini mit Tomaten-Frischkäse-Pinienkern-Füllung. Elif lobt seine strukturierte Arbeitsweise: „Seine Ordnung ist gut für meine Seele.“ Sein Löffel geht weiter in Richtung Graciela.
„Doc“ jubelt, Burkhard muss gehen
Tim Raue muss sich untypischerweise mit den „Dolci“ beschäftigen: „Tiramisu? Damit bin ich mal vor Millionen gescheitert.“ Aber Eieraufschlagen kann er coachen: Das müsse so geraten, „dass es eine Sauerei wird“. Jura-Studentin Manyedi hilft ihrem Mentor bei der Dessert-Challenge: „Ich bin stolz darauf, mit Raue auf Augenhöhe über Löffelbiskuit zu diskutieren.“ Ihr Tiramisu wird ausgewählt - und Graciela schwärmt: „Sieht aus und schmeckt wie bei Oma.“ Ein schöneres Kompliment ist kaum denkbar.
Für die Hauptgänge gilt bei Henssler die Devise: „Das muss schmecken wie Sonntagmittag bei der Nonna.“ Markus, genannt „Doc“, serviert Salsiccia mit Artischocke. Zunächst ist sein Coach wenig begeistert: Die Wurst sei krümelig und „total totgeröstet“. Doc muss von vorne anfangen. Diesmal gelingt der Löffel - und Graciela liebt den Hauptgang am meisten. Der erste goldene Stern landet auf „Docs“ Schürze, und Team Henssler geht in Führung.
Weniger glücklich endet der Abend für Alexander Herrmann. Hannas Ravioli (trotz Gorgonzola-Füllung von Herrmann ausgewählt!) schneiden bei Graciela am schwächsten ab. Deshalb muss der Coach jemanden nach Hause schicken. Seine Wahl fällt auf Burkhard (65) Rentner aus Timmendorfer Strand. Herrmann schätzte zwar die „Klarheit seiner Aromen“, doch diesmal reicht es nicht. Immerhin war das Nordlicht nicht umsonst im Münchner „Taste“-Studio: „Ich freue mich nachher auf ein schönes Helles.“ (tsch)
