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Kristina Vogel erklärt, warum sie acht Jahre nach ihrem Unfall ein erotisches Shooting wollte

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In einem Podcast spricht die ehemalige Leistungssportlerin Kristina Vogel über den Umgang mit ihren Narben. (Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz)

In einem Podcast spricht die ehemalige Leistungssportlerin Kristina Vogel über den Umgang mit ihren Narben. (Bild: 2025 Getty Images/Andreas Rentz)

Im Podcast „Zwischen den Zeilen“ spricht die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel mit Host Bettina Böttinger über ihren Umgang mit ihren Narben und ihre Entscheidung für ein freizügiges Foto-Shooting.

Vor acht Jahren veränderte ein Unfall das Leben von Kristina Vogel grundlegend. Am 26. Juni 2018 stürzte die damalige Bahnradsportlerin im Cottbuser Radstadion infolge einer Kollision und wurde querschnittsgelähmt. Im Podcast „Zwischen den Zeilen“ von Bettina Böttinger sprach die 35-Jährige nun darüber, warum es ihr wichtig ist, nicht nur als Mensch mit Behinderung wahrgenommen zu werden, sondern auch als Frau, die sich selbstbewusst zeigen darf.

Zuletzt hatte die ehemalige Leistungssportlerin in einem Interview mit „Bunte“ deutlich gemacht, dass ihre Sexualität infolge ihrer Querschnittslähmung nicht einfach weg sei. Der Beitrag wurde von erotischen Fotos begleitet. Das Shooting sei ihre eigene Idee gewesen, erzählt Vogel im Podcast.

„Ich wusste, ich bin jetzt acht Jahre alt geworden“, spielte sie auf das Datum des Unfalls an. Sie habe neue Bilder von sich machen wollen und eine klare Vision gehabt: ihre Narben sichtbar zu machen. Narben seien für viele Menschen mit Unsicherheit verbunden und würden oft nicht gerne gesehen, da sie „ja einen vermeintlich schönen Körper 'kaputt machen'“, erklärte Vogel.

„Wenn ich glücklich sein will, dann kann ich irgendwie glücklich sein“

Mit den Bildern wollte sie zeigen, dass man trotz Narben stark sein und weiterhin „sehr schön aussehen“ könne. Die Narben würden erzählen, was sie erlebt habe, und zeigen, dass sie aus der schweren Zeit nach dem Unfall „irgendwie herausgekommen“ sei. „Wie ein Phönix aus der Asche“, beschreibt es Vogel. Da sie viele Narben an ihrem Körper habe, sei es schließlich zu einem freizügigen Shooting gekommen. Die Bilder sollten sexy und erotisch wirken, aber nicht pornografisch sein.

Auch Bettina Böttinger erzählt im Podcast von zwei Narben an ihrem Rücken. Sie findet, dass man Narben auch mögen könne, denn sie seien ein Zeichen für ein gelebtes Leben. „Niemand geht narbenfrei durchs Leben“, bejaht Vogel. „Ob jetzt auf der Seele oder auf dem Körper“. Sie fände es schade, wenn sie nicht mit Stolz tragen könne, was sie geschafft und durchlebt habe. Mit ihrem Unfall habe sie nie gehadert, erzählt Vogel. „Ich habe das immer sofort angenommen“, erklärt sie. „Wenn ich glücklich sein will, dann kann ich irgendwie glücklich sein.“

Neben ihrer Arbeit als TV-Expertin für das ZDF, die sie seit 2019 ausübt, schloss Vogel 2024 eine Diplom-Trainer-Ausbildung an der Trainerakademie des Deutschen olympischen Sportbundes in Köln ab. 2019 wurde sie bei der Kommunalwahl in den Erfurter Stadtrat gewählt. (tsch)