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„Habe es nie wieder gefunden“Kylie Minogue spricht über den Tod und ihre Liebe zu Michael Hutchence

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Kylie Minogue und Michael Hutchence posieren.

Kylie Minogue und Michael Hutchence waren knapp zwei Jahre ein Paar. (Archivbild)

In der Netflix-Doku „Kylie“ spricht die Popikone über die Liebe zu dem INXS-Sänger: Eine Romanze, die ihr Leben für immer prägte.

Kylie Minogue ist bekannt dafür, ihr Privatleben wie ein Staatsgeheimnis zu hüten. Doch für ihre neue, dreiteilige Netflix-Dokumentation „Kylie“ hat die Australierin eine Ausnahme gemacht – und stieß dabei an ihre emotionalen Grenzen. Wie die Sängerin im Interview mit dem Magazin „HELLO!“ verriet, sorgte vor allem ein Name für Tränen während der Dreharbeiten. Michael Hutchence.

„Das war das erste Mal, dass ich vor der Kamera geweint habe“, gesteht Minogue. „Ich spürte, wie es hochkam. Wenn ich wirklich an ihn denke und über ihn spreche, kann ich oft seine Präsenz spüren.“

Kylie Minogue vollzog den Imagewechsel

Die Beziehung zu Michael Hutchence markierte für Kylie Minogue Anfang der 1990er-Jahre den radikalsten Imagewechsel ihrer Karriere. Der charismatische Frontmann der Rockband INXS führte die junge Künstlerin, die bis dahin vor allem durch ihre brave Rolle in der australischen Seifenoper „Nachbarn“ bekannt war, in eine völlig neue Welt ein.

Diese Ära löste Minogue von ihrem Image des unschuldigen TV-Stars und leitete ihre Entwicklung zu einer eigenständigen, facettenreichen Pop-Ikone ein. Der Einfluss von Hutchence betraf dabei nicht nur ihren visuellen Auftritt, sondern spiegelte sich auch in einer deutlich reiferen musikalischen Ausrichtung wider.

Trennung von Michael Hutchence setzte ihr zu

Das eigentliche Herzstück und der journalistische Nachrichtenwert des Artikels ist ein extrem ehrliches Zitat aus der Dokumentation, das zeigt, wie tief die Wunden der 1991 beendeten Beziehung und des tragischen Todes von Hutchence im Jahr 1997 (Suizid) noch immer sitzen.

Kylie Minogue gibt in der Dokumentation offen zu, dass die Trennung sie damals am Boden zerstört zurückließ. Mehr noch: Sie offenbart eine Melancholie, die man von der heute so lebensfroh wirkenden Ikone nicht erwartet hätte.

Ein Geständnis mit bitterem Beigeschmack

„Es war definitiv ein faszinierender Zeitpunkt in meinem Leben“, sagt Minogue über die Jahre mit Hutchence. „Und wahrscheinlich habe ich seither nach etwas Ähnlichem gesucht – und ich habe es nie wieder gefunden.“

Ergänzt wird das Stück durch die Perspektive von Jason Donovan, Kylies erstem Freund und Serien-Ehepartner. Auch er kommt in der Dokumentation zu Wort und liefert den perfekten, ungeschönten Gegenpart zu Kylies wehmütigen Erinnerungen. Donovan beschreibt die damalige Trennung, als Kylie ihn für den Rockgott verließ, als bitteren Verrat, den er damals schon „riechen“ konnte.

Der Artikel schließt mit dem Gedanken, dass Kylie Minogue trotz des Einblicks in ihre verletzlichste Epoche am Ende den Mythos wahrt. Sie bleibt die unnahbare Pop-Königin, die ihren Fans zwar ihr Herz öffnet, aber, wie sie selbst sagt, durch ihren gesunden Menschenverstand immer ein Stück weit auf Abstand bleibt. Doch diese Doku zeigt: Der Schatten von Michael Hutchence lag wohl über all ihren folgenden Beziehungen.