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„Sich zu ergeben“Michael J. Fox hält bewegende Rede bei den Emmys

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Michael J. Fox bei seiner Rede bei den Emmys in Los Angeles.

Michael J. Fox ist seit Jahren an Parkinson erkrankt. 

Der Schauspieler sprach offen über seine Diagnose, die Unterstützung durch seine Familie und die Fortschritte in der Forschung. Dafür erntete er doppelte Standing Ovations.

Michael J. Fox wurde bei den 78. Emmy Awards am Montag (14. September) mit dem Bob Hope Humanitarian Award ausgezeichnet. Damit würdigte die Television Academy im Peacock Theater in Los Angeles seinen jahrzehntelangen Einsatz für Menschen mit Parkinson und die Forschung zu dieser Krankheit.

Julianna Margulies, mit der Fox in der Serie „The Good Wife“ zusammengearbeitet hatte, überreichte den Preis. Als der 65-Jährige im Rollstuhl auf die Bühne fuhr, stand das Publikum auf. Nach seiner Rede gab es eine zweite Standing Ovation.

Michael J. Fox mit Humanitarian Award geehrt – Bewegende Rede bei den Emmys

In seiner Ansprache richtete Michael J. Fox besondere Worte an seine Frau Tracy Pollan, die er seit 1988 geheiratet hat, und an die vier erwachsenen Kinder Sam, Aquinnah, Schuyler und Esmé, die ihn begleiteten. „Ich danke Tracy und unseren Kindern für ihre Opfer, ihre Geduld und ihre Liebe. Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen“, sagte er.

Auch seine Eltern und Geschwister erwähnte er. Offen sprach der Schauspieler über die Zeit nach seiner Diagnose. Anfangs habe er die Krankheit geheim gehalten, aus Angst, sie könnte seine Arbeit und die Beziehung zum Publikum belasten. „Würden sie lachen, wenn sie wüssten, dass ich krank bin?“, fragte er sich. Doch das Gegenteil sei eingetreten: Die Unterstützung des Publikums habe ihm Selbstvertrauen gegeben, weiterzumachen.

„Parkinson zu akzeptieren, bedeutete nicht, mich ihm zu ergeben“, betonte Fox. „Es bedeutete nur, alles zu tun, was ich für all jene tun konnte, die mit dieser Krankheit leben.“ Aus diesem Impuls heraus gründete er zwei Jahre nach der öffentlichen Bekanntgabe seiner Erkrankung im Jahr 1998 die Michael J. Fox Foundation. Sie zählt inzwischen zu den größten gemeinnützigen Geldgebern der Parkinson-Forschung weltweit. Er sei stolz auf die erzielten Fortschritte.

Fox erinnerte zudem an den Namensgeber der Auszeichnung, Bob Hope, der für Soldaten und Militärfamilien weit mehr als nur ein Entertainer gewesen sei. Der Schauspieler hat in seiner Karriere bereits fünf Emmys gewonnen. In diesem Jahr war er für seine Rolle in der Serie „Shrinking“ erneut nominiert, musste sich jedoch geschlagen geben. (mbr)