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Nach Alphaville-DebatteFans nennen von Lukas Podolski „unglaubwürdig“

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Lukas Podolski (links) hat sich in der „Glücksgefühle“-Debatte um Alphaville und Frontmann Marian Gold zu Wort gemeldet. (Bild: Getty Images / Dave Kotinsky / Gerald Matzka)

Lukas Podolski (links) hat sich in der „Glücksgefühle“-Debatte um Alphaville und Frontmann Marian Gold zu Wort gemeldet. (Bild: Getty Images / Dave Kotinsky / Gerald Matzka)

Die Debatte um den abgesagten Auftritt von Alphaville beim „Glücksgefühle“-Festival schlägt weiter hohe Wellen. Mitveranstalter Lukas Podolski kassierte jede Menge Kritik von seinen Fans.

Spielen sie oder spielen sie nicht? Die Debatte um den eigentlich geplanten Auftritt von Alphaville beim „Glücksgefühle“-Festival macht seit Tagen Schlagzeilen. Die Festivalorganisatoren hatten die Band um Frontmann Marian Gold zunächst ausgeladen. Begründung: Der Forderung, „politische Äußerungen auf unserer Bühne zu unterlassen“, wolle die Band nicht entsprechen. Als die „Glücksgefühle“-Organisatoren um Markus Krampe zurückruderten, war es jedoch schon zu spät. Alphaville wollte nicht mehr auf der Bühne stehen.

Nun schaltete sich auch Lukas Podolski in die Diskussion ein. Der Mitveranstalter schrieb bei Instagram: „Wer mich kennt, weiß, wie ich ticke. Für mich zählt der Mensch, egal wo jemand herkommt oder woran er glaubt.“ Er heiße es gut, dass sein Geschäftspartner Krampe seinen Fehler eingesehen habe. „Fehler passieren, wichtig ist doch, wie man damit umgeht“, meinte der Ex-Fußballer. Er hoffe, dass sich Alphaville noch umstimmen lasse und Teil eines „friedlichen, geilen Festivals“ sein werde.

„Bisschen spät die 'Einsicht'. Stabil geht anders“

Bei seinen Fans erntete Lukas Podolski für das Statement jedoch größtenteils Kritik. „Bisschen spät die 'Einsicht'. Stabil geht anders“, monierte ein Instagram-User. „Hättet ihr nicht massiv Gegenwind auf allen Kanälen bekommen, hättet ihr da überhaupt nichts eingesehen“, vermutete ein weiterer. Ähnlich sah es auch ein anderer Nutzer, der kommentierte: „Wer eine Band auslädt, die sich für eine Demokratie einsetzt, positioniert sich politisch rechts.“

Sich darauf rauszureden, dass Fehler eben passieren würden, sei eine „lahme Ausrede“, fügte ein Instagram-User hinzu. Eine weitere Userin wunderte sich, weshalb das Statement nicht über den offiziellen Account des „Glücksgefühle“-Festivals gespielt wurde. „So einig seid ihr euch wohl nicht.“ Eine weitere Meinungsäußerung in der Kommentarspalte lautete: „Nachdem der Druck zu groß wurde einen Rückzieher gemacht ... Unglaubwürdig!“

Die Toten Hosen holten Marian Gold auf die Bühne

Die Toten Hosen gingen noch einen Schritt weiter. Bei einem Konzert der Band am Mittwoch in Münster holte Frontmann Campino Alphaville-Frontmann Marian Gold auf die Bühne. „Wir sind Leute, die sich freuen, Menschen mitzubringen, die sich politisch äußern und stabil sind“, sagte er und sang gemeinsam mit Gold dessen Hit „Forever Young“. Das Verhalten der Festival-Organisatoren sei laut Campino „extrem fragwürdig“: „Ich finde, es ist eine Grenze überschritten.“

Das „Glücksgefühle“-Festival startete am 3. September. Bis einschließlich Sonntag stehen am Hockenheimring nationale und internationale Stars auf der Bühne. Zum Line-up gehören unter anderem David Guetta, Ayliva, Mark Forster, Andreas Gabalier und Zartmann. (tsch)