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Nach „Kommissarin Lucas“-AusUlrike Kriener spricht über ihren „Ruhestand“ auf Lanzarote

Drei Jahre ist es her, dass „Kommissarin Lucas“ aus der gleichnamigen Krimi-Serie in den Ruhestand ging. Schauspielerin Ulrike Kriener genießt seither ihren „Ruhestand“, der allerdings neue Filmprojekte nicht ausschließt.

Hat eine sehr eigene Deutung des Begriffs „Ruhestand“: Ex-“Kommissarin Lucas“ Ulrike Kriener. (Bild: 2023 Getty Images/Gerald Matzka)

Hat eine sehr eigene Deutung des Begriffs „Ruhestand“: Ex-“Kommissarin Lucas“ Ulrike Kriener. (Bild: 2023 Getty Images/Gerald Matzka)

20 Jahre lang war Ulrike Kriener als TV-Kommissarin im Einsatz. Dann war Schluss: Im Oktober 2023 strahlte das ZDF die letzte Folge der Krimi-Reihe „Kommissarin Lucas“ aus, die gleichnamige Ermittlerin ging in den Ruhestand. Und ihre Darstellerin? Nicht wirklich - auch wenn sie selbst das anders sieht.

Im Gespräch mit der Agentur teleschau geht die 71-Jährige näher darauf ein, wie sich das Ende ihrer Paraderolle auf ihr Leben ausgewirkt hat. Ihr Arbeitspensum habe sie zurückgefahren - sie selbst spricht von einem „dezenten Programm“ -, doch Stillstand ist keiner zu erkennen.

Szene aus dem ZDF-Film „Nichts wie weg“: Luise Dobertin (Ulrike Kriener, links) möchte sterben. Dabei helfen soll ihr ausgerechnet die Krankenschwester Anke Bender (Tamara Romera Ginés).  (Bild: ZDF/Christine Schroeder)

Szene aus dem ZDF-Film „Nichts wie weg“: Luise Dobertin (Ulrike Kriener, links) möchte sterben. Dabei helfen soll ihr ausgerechnet die Krankenschwester Anke Bender (Tamara Romera Ginés). (Bild: ZDF/Christine Schroeder)

So ist am Montag, 9. November, um 20.15 Uhr im ZDF ein neuer Film mit ihr in der Hauptrolle zu sehen. Kriener spielt in „Nichts wie weg“ eine an Demenz erkrankte Pianistin, die sich für Sterbehilfe entscheidet. Ein ernstes Thema, jedoch „mit heiteren Tönen“, wie die gebürtige Bottroperin betont.

Neue Rollen, literarische Lesungen - und dennoch im Ruhestand?

Denn nach zwei Jahrzehnten in der Haut einer fiktiven Kommissarin zieht es Ulrike Kriener vor allem zur Komödie. Und in die Welt der Literatur: Im Februar 2027 liest sie im Kloster Beuerberg den „Kohelet“ - aus dem Alten Testament. „Eine Weihnachtslesung habe ich auch noch vor mir, in Bad Wörishofen“, erwähnt sie im Interview. Und damit nicht genug: „Im Literaturhaus stelle ich das neue Buch von Dacia Maraini vor, der italienischen Reporterin und Literatin.“

Dazu kommen auch noch die bald beginnenden Dreharbeiten für einen nicht weiter detaillierten Zweiteiler. Auf die Anmerkung, dass der Ruhestand für sie demnach wohl kein Thema sei, entgegnet die Schauspielerin: „Das ist für mich der Ruhestand!“ Und weiter: „Ich fände es ein Geschenk, wenn ich die Möglichkeit habe, noch arbeiten zu können, irgendwo dazu gerufen zu werden, mich mit einem Thema beschäftigen zu können und gleichzeitig auch die Zeit und die Möglichkeit zu haben, mal zu verreisen oder nichts zu tun.“ Der Ruhestand, „in dem ich nur rumsitze, nur reise, koche oder mich mit mir beschäftige“, sei für sie nie anstrebenswert gewesen.

Dennoch genießt Ulrike Kriener die zusätzliche Zeit, die sie durch das Ende von „Kommissarin Lucas“ gewonnen hat. „Der perfekte Tag sieht eigentlich so aus, dass ich am Vormittag so vor mich hinpussele, lese, manchmal ein bisschen Sport mache, und dass ich hier auf Lanzarote im Garten rumwusele, wenn es nicht zu heiß ist“, beschreibt sie ihren - arbeitsfreien - Alltag. „Dann gehe ich vielleicht mit einer Freundin schwimmen, wandern oder ins Fitnesscenter.“ Es sei „ein sehr unaufgeregtes Leben“, das sie gegenwärtig auf der Insel führe. „Wir bleiben auch noch länger hier“, stellt die Schauspielerin klar. (tsch)